Hovawart und Mensch

 

Denker auf vier Pfoten  

 

 

Mit Sicherheit wäre der Hovawart bei Twitter ein eher kritischer Follower. Schon als Welpe ist er nicht nur plüschig!

Er ist zuweilen ein sehr kritisches Gegenüber, das lieber den Fragezeichen im eigenen Kopf folgen würde statt seinem Menschen. 

 

Ein guter Hovawart

  • aus gutem Hause
  • mit mittlerer bis hoher Reizschwelle
  • mit guter Aufzucht
  • und guten Anlagen denkt sozusagen mit.

 

Besonders in unbekannten Situationen ist er eher selten ein kritikloser Kumpan, der sich treu hinter seine Menschen stellt. Er beobachtet, registriert, denkt, beurteilt und verharrt oder greift ein. 

 

 

Verantwortung 

 

Der Hovawart übernimmt ohne zu zögern die Verantwortung für das Wohlergehen seiner Menschen und für sich, wenn Gefahr droht. Aber dieses passiert zuerst in seinem Kopf: Der Vater Kurt F. Königs, des Herauszüchters der Rasse, nannte diese Anlage „überlegsam". 

 

Die mittlere bis hohe Reizschwelle, auf die in der Zucht Wert gelegt wird, stützt diese Eigenschaft des Hovawarts: Erst wird der Kopf detailliert eingesetzt, kaum merklich Ohren und Nase, dann werden Augen und Kopf ausgerichtet und zuletzt steht der gesamte Körper unter Spannung. Ob er stehen bleibt oder nach vorne geht, entscheidet sein Kopf, der Grad seiner „Überlegsamkeit" oder im heutigen Sprachgebrauch Reizschwelle.  

 

 

Überlegsamkeit

 

Urvater Bertram König schreibt dem Hovawart kognitive Leistungen zu, denn diesem ,,überlegsamen" Typ galt sein besonderes Interesse. 

 

Nach heutigem Wissen haben alle Säugetiere ein Stirnhirn, das an allen Entscheidungen beteiligt ist und das soziale Leben steuert, auch artübergreifend. Der Hund kann dadurch soziale Bindungen eingehen - zu Artgenossen, aber auch artübergreifend zu anderen, auch im Haushalt lebenden Tieren und zu Menschen.

 

Wie in Versuchen gezeigt wurde, können Hunde die Stimmung des Menschen aus dem Gesicht lesen. Die Stimmung wirkt dank der im Stirnhirn ansässigen Spiegelneurone ansteckend, im Guten wie in der Prüfung oder im Problemfall. 

 

 


 

Das Wesen 

 

 

Welches Wesen wollen wir?   

 

Meistens finden wir als Zuchtziel in der Hovawart-Szene die Attribute ,,wesensfest" und ,,familienfreundlich". Es hat den Anschein, als seien dem Hovawart diese Eigenschaften sozusagen in die Wiege gelegt und lebenslang zu eigen. 

 

Viele Beispiele von Hunden, auch aus gutem Hause, die neu vermittelt werden mussten, widersprechen dem „Traum von der Wiege". Denn es gibt keine per se familienfreundliche Hunderasse! Es gibt auch keinen durch Genetik lebenslang wesensfesten Hovawart! 

 

Die Forschungen im Bereich der Epigenetik beweisen, dass Lebensereignisse und Erfahrungen auf die Gene wirken und schon sehr früh bestimmte „Schalter" an- oder auch abschalten. 

 

„Bist du sicher,

dass du auch meinst,

was du sagst und

dass du es auch so meinst

wie du guckst?"

 

 

 

 

 

Welches Wesen hat der Mensch? 

 

 

Statt auf die einzelnen Vorzüge dieser Rasse zu schielen, haben sich bei mir persönlich im Laufe der letzten 25 Jahre  mit nunmehr drei Hovawarten eher die menschlichen Attribute in den Fokus gedrängt.

 

Der Grund? Man lernt durch den Verein die unterschiedlichsten Menschen und ihre Hunde kennen, die entsprechende Passung, aber auch Spannungen und Missverständnisse. 

 

Familienfreundlichkeit, Kinderfreundlichkeit, Wesensfestigkeit ergeben sich erst aus dem entsprechenden menschlichen Umfeld.


 

Jedoch allein die Anlagen hat ein Welpe geerbt, also die theoretischen Möglichkeiten.

Diese gilt es nun im Zusammenleben mit dem Menschen zu entwickeln.  

Hierfür haben sich in meiner Erfahrung einige menschliche Charakterzüge als nützlich erwiesen: 

 

Zuverlässigkeit, Beständigkeit, Berechenbarkeit und Fürsorge, 

 

denn genau diese Verhaltensweisen hat der Welpe von der Mutterhündin bestenfalls erlernt

und erwartet sie dem entsprechend auch von seinen neuen Menschen. 

 

 

 

 

Beste Freunde

 

Voller Zuneigung und Vertrauen genießen die beiden ihre  Freude aneinander. Unsere Hund leben uns vor, wie es gehen kann. Wir müssen nur hinschauen.

 

Von ihnen können wir auch wieder lernen, was im Leben wirklich wichtig ist: Vertrautheit, Verlässlichkeit, Glück und Vertrauen, Freude und Sicherheit. 

 

Bringen wir diese Attribute in unser Leben mit dem Hovawartwelpen ein, docken wir geradewegs an überlebenswichtige Gene an, an das Bedürfnis nach Unbeschadetheit und Erfolg, das er mit allen anderen sozialen Lebewesen teilt. Dieses Wissen gehört aus meiner Sicht zu den Maximen für die Charakterbildung eines Hundes, insbesondere eines Hovawarts. 

 

Zuverlässigkeit, Beständigkeit und Berechenbarkeit schenken schon dem Welpen Sicherheit und Ordnung. Dem Junghund bieten sie einen Rahmen, innerhalb dessen gute Laune und Unbeschwertheit herrschen. So bauen Junghunde langsam aber sicher Vertrauen zu ihren Menschen auf, wenn z.B. ein Verbot auch morgen und nächste Woche noch gilt und die Freude vorherrscht. 

 

Dem erwachsenen Hovawart bieten diese Eigenschaften Vertrauen und Gelassenheit, mit seinen Menschen durch Dick und Dünn zu gehen und auch schwierige Lebenssituationen zu meistern.

 

Dem Senior bieten sie Sicherheit sowie die notwenige Ruhe und Konfliktfreiheit, die er besonders in den Zeiten langsamerer Bewegungen und geringer werdender Kräfte braucht. 

 

Besonders in der heutigen Zeit, in der Autoimmunerkrankungen Hochkonjunktur haben, sind die o.g. Eigenschaften aus meiner Sicht für die Gesundheit unschätzbar wertvoll. 

 

 

Feindbild Aggression

 

 

Es gibt viele Arten von Aggression, aber nur zwei Situationen und Fotos von Yaspar, in dem er eine leichte Drohung dem an Power überschäumenden Jungspund Michel zeigt. Aggressiv war Yaspar nie.  

 

Aggression ist in der Gesellschaft unerwünscht.

Das Drohen allein zählt schon häufig dazu, ist aber ein wichtiges hundesprachliches Erziehungsmittel. Es gibt so viele Gründe und Arten von Aggression, darüber sind ganze Bücher geschrieben. Die Forschungen sind voller Ergebnisse. 

 

Unberechenbarkeit jedoch, wie z.B. unerwartetes Drohen, Schnappen oder gar Beißen gehört zu den häufigen Abgabegründen bei Hovawarten. Ein aggressiver Hovawart ist unerwünscht - auch in der Zucht.

 

Menschen und auch andere Hunde können durch ihr Wesen, ihr Verhalten oder Handeln aber leider unbewusst und unreflektiert  aggressive Verhaltensweisen fördern. 

 

Zusammenhänge zwischen Aggression und Ängstlichkeit sind häufig zu finden. Furcht, Nervosität und Ängstlichkeit gehören zu den Wesensmerkmalen, die durch das limbische System gesteuert werden. Sie sind in hohem Maße (zwischen 37 und 60 % )erblich.

 

Ängstliche Hunde können die Körung in unserem Zuchtverein HZD nicht bestehen und werden zur Zucht nicht zugelassen.

 

Mehr Infos zum Thema Angst können Sie hier finden -  ein sehr wichtiges Kapitel! 

 

 


 

Aber es gibt noch mehr günstige Eigenschaften, die das  Zusammenleben mit dem Hovawart erleichtern, u.a. 

 

 

Der Glaube 

 

Von den alten „sieben Tugenden", die auf Papst Gregor (540-604 AD) zurückgehen und heutzutage wohl nur noch in philosophischen Kreisen diskutiert werden, gibt es tatsächlich einige, die im Zusammenleben mit dem Hovawart sinnvoll und erfolgreich sein können. 

 

Der Glaube steht an erster Stelle.

Das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutete ursprünglich 

Treue, Vertrauen. 

 

Der Hovawart ist etwa mit vier Jahren im landläufigen Sinne erwachsen. Das können Sie allen Besitzern eines Hovawarts ungeprüft glauben und auch darauf vertrauen. Die eine oder andere „Marotte" weicht im Laufe der ersten Jahre immer mehr der „Vernunft", eigentlich der zunehmend erfolgreichen Prüfung und  Anpassung an seine Umwelt. 

 

Die lange Reifezeit des Hovawarts hängt mit der Gehirnentwicklung zusammen und zeugt davon, dass der Hovawart lange Zeit braucht, um alle seine Anlagen voll zu entwickeln. Der Gewinn dafür liegt in einem offensichtlich breit entwickelten Stirnhirn, dem Zentrum für Persönlichkeit und Sozialverhalten. 

 

Foto links: Yaspar glaubt fest daran, dass er in kurzer Zeit den Fingerzeig erhält, der ihm erlaubt die Leckerchen auf seinen Pfoten zu naschen. Durch diese und ähnliche Übung haben wir Vertrauen, Glauben wie auch Geduld schon früh aufgebaut. Dieses Vertrauen trägt zu seiner Geduld und Gelassenheit bei, die für seine Arbeit notwendig ist. Alle Kinder können dieses Spielchen mit ihm spielen. Die Finger bleiben immer trocken und heile, eine mögliche Scheu vor dem großen Hund weicht sofort der Freude, wenn sie alle Stationen sauber abgearbeitet haben. Können sie es noch nicht, sind die Leckerli schon weg, bevor das auslösende Signal kommt.    

 

 

 

Die Liebe 

 

Wer lieben kann gewinnt Herzen, auch das des Hovawarts.  

 

Ob man seinen kaltschnäuzigen Fellträger Partner, Familienmitglied, Freund, Beschützer, Sofawart, Seelentröster, Sportkollege oder auch Schatz, Weggefährte oder Liebling nennt - der Mensch trägt die Verantwortung für seinen Begleiter. Der Mensch gibt den Ausschlag, in welche Richtung das Zusammenleben mit dem Hovawart geht. Eines aber ist sicher: Ohne die Liebe geht es nicht gut!

 

Ohne die Liebe zur Rasse kommt kein Hovawart ins Haus. Ohne Liebe überstehen wir auch nicht die herausfordernde Zeit des Heranwachsend mit all den täglichen Überraschungen und außergewöhnlichen Einfällen unserer Lieblingsrasse.  

 

Die Liebe zwischen Mensch und Hovawart braucht manchmal lange Zeit, um sich als unerschütterlich 

zu erweisen und in Treue und Vertrauen überzugehen.

 

Foto rechts: Drei Sofawarte: Phila, Max und Frauchen. Kuschelstunden sind auch ohne Fernseher ein Muss – Mußestunden auch! 

 

 

Grenzenlose Liebe  

 

War die Liebe zum Welpen gerade eben noch grenzenlos, als der Welpe einzog, ist sie beim Anblick der neuen Sandaletten mit abgebissenen Fersenriemchen schnell in blankes Entsetzen umgekehrt. Beim - auch spielerischen - Anknurren des Kindes schlägt die anfängliche Begeisterung zuweilen in Panik um. 

 

In den ersten drei bis vier Hovawart-Jahren wird diese elementare Kostbarkeit, die Liebe, in unserem Seelenleben zuweilen auf harte Proben gestellt. Schnell wird ein Zimmerkennel besorgt, um Hund und Kind voreinander zu sichern, in den der Hund - nicht das Kind - eingesperrt wird. Die am häufigsten zu lesende/hörende Begründung lautet: Der Hund könne sich darin zurückziehen und fände darin endlich Entspannung und Schutz, könne zur Ruhe kommen,  

 

Versuchsweise könnte man bereits beim Welpen anfangen, sich selber in Muße und Gleichmut zu üben und Ruhe vom sonstigen Leben einkehren zu lassen, um das wohlige Gefühl zu spüren, das sich langsam als Entspannung im Körper ausbreitet. Dazu ein Lächeln im Gesicht erhöht den Wohlfühlfaktor und entspannt ebenfalls durch die dadurch ausgeschütteten Glückshormone: Endorphine, Serotonin, Exytocin und Dopamin. 

 

Das plüschige Fell des Welpen, auch das eines erwachsenen oder alten Hovawarts, eignet sich ausgezeichnet für die taktile Wahrnehmung, die vom Gehirn mit Glückshormonen beantwortet wird. Sie wirken wie ein Antibiotikum für das Immunsystem - das ist wissenschaftlich nachgewiesen. Sie stärken die Seele und fördern Gesundheit und Entspannung.

 

 

Liebe und Entspannung gehen eng miteinander einher. Stress hingegen überlagert beides. Erstaunlich ist immer wieder, wie sehr auch sehr temperamentvolle Kinder entspannen können und versonnen ein solch vertrauensvolles Bündel Welpe streicheln können, scheinbar endlos verloren in innerem Glück. 

 

Aber es gibt auch andere Kinder, die gerne experimentieren und den Welpen herausfordern. Hier sind die Erziehungspersonen gefragt, denn das Verhalten der Kinder wirkt auf einen Welpen tief prägend. 

 

Über alle Arten hinweg ist Kuscheln der Entspannungsfaktor Nr. 1. Auf dem Foto rechts ist Yaspar, der seine beiden Kater immer wieder ,,an der Backe" hat. Für die beiden Kater ist Yaspar der Mutterersatz. Seiner Fürsorge verdanken sie ihre Sozialerziehung und Schmusigkeit. 

 

 

Muße 

 

Kuscheln beruhigt das Gemüt ungemein. Die unter den Menschen arg strapazierte und scheinbar aussterbende Fähigkeit zur Muße stellt sich jedoch kaum beim Welpenprogramm in der Welpenstunde, auf Ausstellungen oder bei speziellen sportlichen ,,Auslastungsfanatikern" ein.

Beim Einkaufsbummel mit Kinderwagen und Hund anbei könnte ein gewisse Lächeln den Spannungsfaktor mindern. Das Sofa hingegen sorgt umso mehr - vielleicht bei leiser Musik und einem Gläschen Schönem – für Ruhe, besonders bei lebhafteren Welpen. 

 

Ja, wie man auf dem Foto sieht, Phila liebt das Sofa. Wir konnten es nicht über's Herz bringen es ihr zu verbieten, den Katern aber zu erlauben. Und ja, wir lieben unsere Hunde und die Kater gleichermaßen!  

 

 

Phila mit ihrem Ersatz-Lieblingsmenschen Michael im Wochenendurlaub. Muße und Entspannung funktionieren auch auf der grünen Wiese, auch mit guten Freunden. Auch artübergreifend ist tiefe Entspannung möglich.

 

Vertrauen ist die Basis. 

 

 


Genau wie wir Menschen hoffen auch unsere Hovawarte auf eine Auflösung der Spannung: auf unser Lächeln, ein Leckerchen, ein Lob. „Hab ich es nicht gut gemacht?", so steht es in ihrem Gesicht geschrieben, auch wenn sie wieder einmal nicht perfekt vorsitzt. Allein ihr Blick lässt mich innerlich grinsen.

 

Die Hoffnung 

 

 

Es gibt kaum eine belebendere Tugend als die Hoffnung.

 

Spätestens beim pubertierenden Hovawart rückt sie ins Zentrum des menschlichen Seelenlebens: Irgendwann ist auch diese, manch einer - sogar eine Hovawartzeitung - nennt es  „schreckliche Zeit" vorbei.

 

Grob vier Jahre kann man rechnen, bis sich das Wesen des Hovawarts nahezu entwickelt ist. Aber durchblicken lässt er schon manchmal mit einem Jahr, was aus ihm werden könnte.

 

Die Phasen von einem Lichtblick zum nächsten verkürzen sich zunehmend und scheinen dadurch häufiger vorzukommen -  bis ein jäher Rückfall, vielleicht mit dreieinhalb Jahren, alle Hoffnung in finsterste Tiefen schleudert, um im nächsten Augenblick wie Phoenix aus der Asche ein herzerweichendes Strahlen hervorzuzaubern: Er hat's verstanden! 

 

Die Junghundezeit und Pubertät ist für mich die wundervollste Zeit, die spannendste im gesamten Hovawartleben: Jeden Tag ein Wundertütchen!

Jeden Tag ein sich neu öffnendes Fensterchen! 

Im Training geht es schon recht locker. Wir haben die Hoffnung, dass es auch in der Prüfung klappt! 

 

Ursprüngliche Bedeutung des Wortes

 

Das Wort hoffen kommt von dem mittelniederdeutschen Wort „hopen" und bedeutet hüpfen, vor Erwartung unruhig springen oder zappeln. 


Der Mensch - ein hoffnungsloser Fall? 

 

 

Unsere Hunde leben häufig in der Hoffnung oder Zuversicht, dass sie sich dem wahren Leben draußen, dem Spiel, der lockeren Arbeit, dem Spaß widmen können, während wir angespannt das Schema für die BH auswendig ablaufen oder im Ring auf die Entscheidung warten, manchmal überhaupt nicht locker!

 

Hoffnungsvoll oder schon hoffnungslos?

 

Wir Menschen entscheiden über den Erfolg, ob wir es wollen oder nicht: Springt und zappelt unser Gemüt allein bei dem Gedanken an eine Prüfung? Wird sie gelingen?

Besser ist es für den Menschen, auf ein Gelingen zu vertrauen statt zu hoffen, sonst springt der Hund statt zu laufen! 

 

Noch besser ist es, sich nicht veralteten Methoden mancher Hundetrainer anzuvertrauen, sondern auf einen Hundeplatz zu fahren, auf dem auch Spaß und Lachen bei der Arbeit erlaubt ist, auf dem die Menschen ihre Hunde auch mögen und lieben dürfen und nicht nur kommandieren. 

 

Wenn es in unserem Landstrich Dithmarschen auch vieles nicht gibt, tatsächlich haben wir einen solchen Hundeplatz entdeckt und dort auch unsere Begleithundprüfung abgelegt. Erfolgreich - beim DVG-Prüfer! 

Es geht eben auch anders! 

 

 

 

Der Mensch 

 

Im Vergleich vom Hund zum Menschen sieht es allerdings noch „schrecklicher" aus: 

 

Die menschliche Persönlichkeit braucht für ihre Entwicklung sage und schreibe 28 Jahre, sagen die Neurologen, bis der Frontallappen und damit der Sitz der Persönlichkeit ausentwickelt ist.

 

Im Frontallappen sitzen nämlich die höheren kognitiven Funktionen des Säugetiers: Willensbildung, Bewusstsein und Impulssteuerung...

 

Ich liebe meine Hovawarte! Sie schaffen es meist in 4 Jahren!

Die Mensch und der pubertierende Hund

 

Für die einen ist es hoffnungsvoll, für andere eher hoffnungslos,wenn ein junger Hovawart zu seiner ersten Prüfung oder Ausstellung antritt. Hoffentlich hüpft er nicht wieder! Hoffentlich wird er gut bewertet! Hoffentlich schafft er es! 

 

 

 

Wir bauen Erregung und/oder Spannung auf und bringen somit auch in unserem „vierbeinigen Seismographen" die Alarmglocken in Schwingung. Nun ist echte Spannung angesagt im Duo Mensch-Hund! Nun schwingt das Pendel zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit, Lust und Frust, Grinsen und Grollen hin und her: Rechtskehre - wo bleibt der Hund? Oh! OK! Ein „Platz !" presst sich aus dem Bauch - die Augen rollen, der pitschnasse Hund legt sich langsamst auf den regennassen Boden und schaut irritiert. „Oh ne, ne?!" 

Es geht schon weiter...liegt er noch? Ja, er liegt wie angegossen, starrt gebannt ins menschliche Antlitz, es zuckt: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8,9,10  und jetzt „Hiiiia!"

Es kommt ein Blitz geschossen...und platziert sich frontal - durchatmen! Geschafft!

 

Manchmal ist der Hund einfach nervenstärker! 

 

 

 

 

Und wir? Sind wir nicht manchmal richtig hoffnungslos,

  • weil all unser Training nicht den vollen Erfolg gebracht hat,
  • weil wir uns und unsere Gelassenheit nicht gleichzeitig mittrainiert haben,
  • weil sich der Hund bei Matschwetter nicht hinlegt, 
  • weil unsere Hunde vor lauter Hoffen gehüpft sind statt zu gehen? 

„Lass sie doch hüpfen!", sagte einst die Schweizer Richterin  Heidi Oppliger: ,,Es zeugt ja vom fröhlichen, unbeschwerten Wesen des Tieres! ,,Ich bin nicht der Meinung, dass sich Hunde wie dressierte Affen präsentieren sollen. Sie sollen Hunde sein und bleiben!", fügte ihr Mann René Oppliger hinzu.  

 

Diese Zitate sind auf die Präsentation im Ausstellungsring bezogen. Warum gelten sie eigentlich nicht auch für die DVG-Begleithundpüfung? 

 

 

Zum Schluss darf Phila dann doch noch einmal richtig hochspringen. Aber nun ist ja auch alles vorbei! 

 

Die erste Ausstellung in der Halle, die erste internationale Ausstellung. Nach dem Titel "Beste Hündin" kommt das Stechen und der Titel "BOB" (Best of Breed). 

 

Blanke Nerven können wieder entspannen.  

 

 


 

 Tapferkeit 

 

 Bereits in der frühen Welpenzeit ist der normale Nachkomme des König'schen Hofwächters durchaus eigenwillig. 

 

Aktiv, clever, immer präsent, bodenständig, ausgeglichen, wachsam, sozial und wesensstark sowie lern- und anpassungsfähig – so kann er sein, wenn es seine Menschen sind. 

 

So kann auch ein Welpe sein, ein Junghund und ein gerade erwachsen werdender  Hovi. 

 

 

Aber auch kritisch hinterfragend, zweifelnd und absichernd, unsicher, misstrauend und snobistisch, schwerhörig und überlegen kann er sein, aber nicht in der Regel. Er ist sozusagen ein spiegelndes Gegenüber seines Menschen.

 

Trotz aller Bindungsfähigkeit führt er durchaus ein Eigenleben, wenn ein Zusammenleben erschwert ist. 

Wir hoffen, dass Phila nie im falschen Moment ihre Tapferkeit beweisen muss - durch eine gute Prägung und

tragfähige Beziehung, Erziehung, Ausbildung, verlässlichen Gehorsam und Impulskontrollle treffen wir Vorsorge. 

 

Zum König'schen Bild des Hovawarts gehört eine Portion Tapferkeit, die allerdings unseres Wissens nirgendwo erwähnt wird. Auch im Rassestandard wird dieser Begriff nicht benutzt. Offenbar zählte Tapferkeit nicht zu den hundlichen Tugenden des letzten Jahrhunderts. Vielleicht ist der Begriff wirklich antiquiert?

Wir schauen mal nach und vertiefen ein wenig: 

 

  • Als Tapferkeit wird diejenige Fähigkeit bezeichnet, in einer schwierigen, machmal auch mit Nachteilen verknüpfen Situation durchzuhalten und sich durchzusetzen - ohne Garantie auf eigene Unversehrtheit.

Wer zweifelt nach dieser Definition noch daran, dass unsere Hovawarte tapfer sind? 

 

Tapferkeit undVerantwortung 

 

 

Manchmal hat Hund oder Mensch Glück - eine Garantie auf Anerkennung hat der tapfere Hovawart jedoch nicht immer, wenn er sich für die Bewachung von Haus, Hof und seine Menschen einsetzt.

 

Gut ist es, wenn dieser Ernstfall nie in einem Haus z.B. neben einer Schule eintritt, an dem täglich besonders wagemutige Schüler am Gartentor randalieren und den Hovawart provozieren, während er „im Dienst ist".(Wann ist er das nicht?)

 

Tapferkeit setzt Leidensfähigkeit voraus - auch das Leiden, zukünftig ohne seine Menschen auskommen zu müssen und stattdessen neben zahllosen Artgenossen auf eine geeignete Unterbringung warten zu müssen.

 

Unsere Hunde leben im Hier und Jetzt. Ihnen fehlt im Gegensatz zu uns die Fähigkeit vorauszudenken, also die ,,Vorschau" und das Bewusstsein Verantwortung zu übernehmen. Deshalb hat die Natur vorgesorgt und das Säugetier Hund mit hervorragenden Sinnesorganen und Anlagen ausgestattet, um einer Gefahr zu begegnen, sozusagen als „Ersatz": Körpersprache, kräftige Zähne, Körperkraft, Ausdauer, Beharrlichkeit, Durchhaltevermögen...

 

Vor allem hat die Natur in Säugetieren, die in sozialen Verbänden leben, ein Gehirn entwickelt, das im Aufbau und in seinen Bestandteilen vergleichbar mit dem eines Menschen ist. Hierdurch und vor allem durch seine Spiegelneurone kann der Hund schon weit entfernt Stimmungen des Menschen oder anderer Hunde „lesen", eine Fähigkeit, auf die wir Menschen durchaus schon früh reagieren lernen könnten und auch sollten. 

 

 

Bildung - die geistige Nahrung des Denkers

 

 

Bildungsziel: Mimik und Körpersprache 

 

 

Die Natur hat für den Konfliktfall vorgesorgt: mit vielseitigen Anlagen zu einer differenzierten Körpersprache und vielen Signalen. Diese müssen aber durch das Zusammenleben mit dem Menschen und anderen Tieren geweckt werden! 

 

Diese vorteilhaften Anlagen werden in der Welpenzeit im heimischen Wurf entwickelt und von der Hundemutter trainiert, also in der „Säuglings- und Krabbelgruppe" und im „Kindergarten". 

 

Die „Grundschule" durchlaufen die Welpen nach der Abgabe in einer Welpenstunde! In mancher Schule findet auch ein „Inklusionsprojekt" statt, d.h. ein erwachsener, gut versierter und ausgebildeter Hund „spricht" mit dem Nachwuchs und bringt ihm die verfeinerte Körpersprache bei oder der Nachwuchs schaut einfach zu! 

Für die Mehrheit aller Hunde ist nach der Grundschule jedoch die Bildung bereits zu Ende! 

 

 

 

Nach der „Grundschule" beginnt für manch auserwählten Hund der Lehrgang "Junghundeschule". Dieser könnte schon einen „Ersten Schulabschluss" mit sich bringen. In diesen Gruppen können Hunde Sozialkontakte und ihre Körpersprache und Mimik verfeinern. Für viele Hunde liegt der „Schulabschluss" leider schon zu Beginn der Pubertät, vergleichbar mit Kindern etwa der 4.-5. Klasse, also in einer Phase, in der die Pubertät im Gehirn eingeleitet wird. 

 

 

 

 

 

Vielleicht darf der Vierbeiner sogar an einem Kurs für den VDH-Hundeführerschein teilnehmen?  Der Kurs begleitet, wenn man früh beginnt, den pubertieren Hund und bildet einen geschützten Rahmen, in dem der Hund Standardsituation in der Öffentlichkeit und auf dem Hundeplatz trainiert. 

 

Mit der Prüfung ist leider für die allermeisten Vierbeiner leider Schluss mit der Bildung, es geht in den Alltag und häufig in die Arbeitslosigkeit. 

 

Die Urkunde befreit den Hundebesitzer in vielen Gemeinden von der Leinenpflicht und ermäßigt u.U. die Hundesteuer. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildungsziel : Sozialverhalten 

 

 

Durch Körpersprache und Mimik können Hunde ihre Kampfbereitschaft signalisieren. Oder sie senden dem Gegenüber Diskussionsbedarf, Friedensangebote oder Einladungen – immer in der Hoffnung, dass diese vom Gegenüber auch als solche Angebote verstanden werden. 

 

Hin und wieder brauchen sie aber auch uns. Meine Hunde dürfen dasjenige regeln, was gefahrlos in ihrem Horizont liegt. Für das andere bin ich zuständig: z.B. den Welpen einem heranstürmenden, ungehobelten und schlecht geführten Jungspund ohne Sicherheit durch seinen vertrauten Menschen auszusetzen, das ist der erste Vertrauensverlust, den ein junger Hund häufig erleben muss. 

Welpenschutz? Den gibt es nur in der eigenen Familie. Draußen herrscht das Recht des Stärkeren. Selten, dass der Stärkere ein Welpe ist. 

 

Trotz aller Tapferkeit des Hovawarts: 

Gefahrenabwehr ist Chefsache,also Aufgabe des Menschen!

 

Auf andere Hund direkt zuzustürzen - wenn auch aus Freude –  ist unhöflich, ungebildet und ungehörig.

Heranstürmende, frei laufende Hunde wie auch direkt auf den Welpen zugehende Menschen gehören freundlich aber bestimmt abgewiesen. Der Welpe wird zu seiner Sicherheit zwischen die Füße oder hinter den Rücken positioniert, indem man einfach einen Schritt vortritt. Im Zweifelsfall verweisen die tapferen Menschen den fremden Hund, den Menschen verständigen sie mit entsprechend verständlichen Worten. 

 

Wir brauchen besonders in unserer Zeit gut gebildete Menschen, aber auch ebenso gut ausgebildete Hunde, die das heutige, nicht immer unkomplizierte Leben möglichst konfliktfrei und unbeschadet genießen können. Dieses ist nur möglich, wenn Hunde möglichst viel lernen dürfen, vor allem im Sozialerhalten gegenüber Menschen und ihren eigenen Artgenossen. 

 

Nicht umsonst wurde der einstige VDH-Hundeführerschein auch von der Tierärztekammer mit einem eigenen Programm als Idee aufgenommen und ergänzt, um der wachsenden Anzahl an Menschen gegenüber unfreundlichen Vierbeinern zu begegnen und Unfälle zu begrenzen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Begleithundekurs

 

endet mit der  ,,Fachhochschulreife". Die Prüfung befähigt schon zur weiterführenden Ausbildung im Hundeport.

 

Dieser Lehrgang ist wichtig, denn er hilft zu beweisen, dass der Mensch seinen Hund auch nach offiziell geltenden Regeln ausbilden kann. Die abschließende Prüfung beweist für beide, den Hund und den Menschen, dass sie auch nervlich anspruchsvollen Aufgaben gewachsen sind.

 

Die Urkunde befreit den Hundebesitzer in vielen Gemeinden von der Leinenpflicht und ermäßigt u.U. die Hundesteuer. 

 

 

Im Glücksfall gibt es für einige Auserwählte noch eine Art Oberstufe mit oder ohne Abitur, meist im Bereich Sport! Turnierhundsport, Agility oder Rally Obedience, Mantrailing oder Gebrauchshundesport wie Fährte, Unterordnung oder Schutzdienst. 

 

Manch einer steigt jedoch auch schon als Junghund in den Sport ein, auch ohne Allgemeinbildung. 

 

Ich meine, die so genannte Sozialisierungsphase sollte auch sozial genutzt werden - mit anderen Hunden und Menschen, nicht allein mit dem Menschen. 

 

 


 

Der weise Hovawart

 

Wer einmal einen Hovawart-Senioren hatte, der weiß, was mit dem Wort ,,weise" gemeint ist: dieser tiefe Blick ins Weite und Innere der Seele aus einem angegrauten Gesicht. 

 

Weisheit bezeichnet gemeinhin und vorrangig ein tief gehendes Verständnis von Zusammenhängen in Natur, Leben und Gesellschaft sowie die Fähigkeit bei Problemen und Herausforderungen die jeweils schlüssigste und sinnvollste Handlungsweise zu identifizieren.

 

 

Der Wortsinn von weise ist klug, erfahren, gelehrt, kundig.

 

Der alterweise Hund ist nahezu ein Spiegelbild seines Menschen. Er erkennt Situationen häufig schon, ehe sie der Mensch wahrgenommen hat, und besticht durch den Charme seiner ,,Allwissenheit". 

 

 

 

Nachbars Hovawart Nestor hat den kleinen Yaspar liebevoll angenommen (Fotos rechts). Jahre später erweist seinem alten und kranken Zieh-Opa alle Liebe und Ehre. Respekt- und liebevoller geht es kaum. (Foto links). 

 

Weisheit kann glücklich machen, denn ein alter Hovawart hat aufgrund seiner langen Reifezeit eine Fülle an Erfahrungen und Eindrücken sammeln können. Er kann zwischen wichtig und unwichtig eher entscheiden als ein junger.

 

Hovawart-Senioren können erstaunlich gut abwägen, wann sich eine „Diskussion" mit einem Artgenossen wirklich lohnt.

Haben sie eine differenzierte Mimik und Körpersprache durch den Umgang mit anderen Hunden erlernen dürfen, signalisieren sie häufig ein joviales „Passt schon".

 

Was ist im Alter am wichtigsten? Glücklich, satt und friedlich seinen Tag mit seinen Menschen harmonisch zu genießen.

 

Überschaubare Einheiten an Abwechslung und Anforderung. Auch mal ein Sprint halten Kopf und Körper fit.

 

Unwichtiges stärker als notwendig zu beachten heißt wertvolle Energien zu verschwenden. Und damit wird man im Alter vorsichtiger.

 

Gelassen kann ein Hovawart-Senior Wichtiges erleben, ohne darauf äußerlich zu reagieren. Auch ein Jungspund kann für Fitness des Seniors sorgen, vor allem, wenn der Ältere sein Wissen bei der Ausbildung anleitend einbringen kann. Was im Gehirn des Großen derweil passiert, bleibt uns zwar verborgen, aber es bleibt aktiv! 

 


 

 

Der Hovawart und das Maß 

 

 

 

Zu wichtigen Tugenden zählt die Mäßigung, d.h. sich selber ein Maß anlegen.

 

Hm,...schwierig,

schwierig,

schwierig beim Hovawart.

 

Mäßigung ist wohl die Tugend, bei deren Verteilung diese Rasse offenbar gerade als Türsteher beschäftigt war.

 

Aus der griechischen und lateinischen Übersetzung sind einige Begriffe konkurrierend: Besonnenheit, Beherrschung, Selbstbeherrschung. 

 

Offenbar schließt sich hier der hundephilosophische Kreis durch die Tugenden der Lebensphasen und wir scheinen wieder bei der Pubertät angelangt zu sein.

 

Aber auch hier bietet die Neurologie eine Einsicht: 

 

Maßhaltung setzt neurologisch wieder beim Stirnhirn an. Selbstregulation und Selbstkontrolle sind im jugendlichen Gehirn noch nicht voll ausgebildet und führen oftmals zu Übergriffen und maßlosem Verhalten – und so auch zu möglichen Konflikten.

 

Die Selbstregulation kann noch nicht funktionieren. Dann ruft der Mensch zur Fütterung und Muße auf, indem man sich anschließend in aller Ruhe auf den Boden setzt und nichts tut, bis der Mini-Hovi sich beruhigt hat. Schafft man es nicht, hat man einen Irrwisch, bis der Kleine plötzlich völlig übermüdet in einen komatösen Schlaf fällt. 

 

Manche Zeitgenossen schaffen sich eigens dafür einen s.g. Zimmerkennel an, in dem der Hund sich zu beruhigen lernt. Ich steige lieber selber ins Beziehungsgeschäft ein und bin dann selber die Ruhe in Person. Das klappt immer! 

  

Wenn man den Hovawart als Gesamtpaket betrachtet, bleibt er bis ins hohe Alter maßlos: Die Gassigänge können nicht lange genug sein, der Napf ist nie genügend gefüllt, die Streicheleinheiten fallen immer zu knapp aus. Das Spiel ist immer zu kurz! Dafür gönnt man sich eben längere Ruhezeiten. Auch gut!

 

 

Aber auch uns Menschen fällt es manchmal schwer, an so schönen Tagen Abschied vom Paradies zu nehmen, wie auf den Fotos rechts zu sehen ist. 

 

Mäßigung und Selbstkontrolle klingen fremd für den Hovawart - sehr lange, manchmal lebenslang. 

Manche Menschen halten mit Unterordnung dagegen, andere erfreuen sich ebenso maßlos daran. 

 

 

Nicht überall gibt es solche Auslaufstrecken, in denen gefahrlos gerannt werden kann. Sehr schade, denn unsere beiden genießen den scheinbar endlosen Spurt, um die Glieder richtig zu strecken und auf Tempo zu kommen. 

 


 

So ein Sommertag am Meer lädt geradezu ein zur Maßlosigkeit für alle Sinne und Muskeln.

 

Nein, die Situation im Bild hatte keine negativen Folgen, bildete aber in Michels (rechts im Bild) Gehirn eine äußere Kontrolle und Bremse, solange die eigene noch nicht zuverlässig funktioniert. 

Dann liegt es in der Verantwortung des Menschen: einen Schlussstrich zu ziehen!  Wenn der Welpe nach gefühlten Stunden immer noch wild herumtobt, während die Kinder Remmidemmi veranstalten ist einfach Sendepause und Ruhe kehrt bei allen Beteiligten ein. 

 

Yaspar zeigt Michel deutlich, dass die Grenze erreicht ist. Phila suchte Schutz vor dem kräftigen und gleichaltrigen Pubertierenden. Michel hat es verstanden und lenkt ein. 

 

 

 

Wann ist das Maß voll? Spaß im Matsch bis zum Umfallen?

 

Ein junger Hund hat kein Maß.

Er tobt weiter und ruht anscheinend in Sekunden aus! 

 

Während unsere Junghunde im schönsten Matsch genüsslich spielen,

eine neue Welt entdecken und darin wortwörtlich versinken,

sollten wir nicht an den häuslichen Teppich denken,

sondern unser Entsetzen mäßigen, sie einfach fotografieren und

diese unvergesslichen Momente mit einem Lächeln genießen.

 

Die beiden haben übrigens im Nachhinein ausgiebig im tiefen Wasser gebadet

und kamen strahlend sauber wieder heraus - nur diesmal nass. 

 

 

 

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