Der Riesewohld

 

7000 Jahre Geschichte 

 

Nein, es lebten in unserem Wäldern keine Riesen, nach denen der Wald bekannt wurde. Das Wort Riesewohld leitet sich ab von plattdeutsch Ries, d.h. Reisig. Gemeint ist ein Niederwald mit Auen, Quellen und mäandernden Waldbächen mit klarem, sauberen Wasser. 

 

Der Riesewohld ist ein ökologisch und archäologisch sehr interessantes Gebiet mit einer etwa 7000 Jahre alten Besiedelungsgeschichte. Zahlreiche Zeugnisse lassen sich im Steinzeitpark Albersdorf finden. Rund 700 Hektar umfasst das Gebiet des „Wohlds". Es ist reich an seltenen Exemplaren in Fauna und Flora.

 

Im Laufe der Zeit hat sich dieser Wald vom ,,Bauernwald" zu einem KultUr-Wald entwickelt, der neben natürlichen Sehenswürdigkeiten heute auch eine dezente touristische Infrastruktur bietet.  

 

Eines seiner Wahrzeichen ist die sagenumwobene Fünffingerlinde, ein geschütztes Naturdenkmal 

(s. Foto und Text rechts). 

 

 

Europäisches Naturerbe

 

Heute zählt der Riesewohld zum Europäischen Naturerbe (FFH-Gebiet).

Baumriesen als natürliche Denkmäler gehören dazu wie auch Quellen, viel fließendes und stehendes Wasser wie auch ein weitläufiges Wanderwegenetz, das sehr unterschiedliche Wälder, Gewässer und Erkundungsmöglichkeiten bietet. 

 

Alle Teile des Riesewohlds sind sehr unterschiedlichen Charakters, so dass es zu jeder Jahreszeit immer wieder Schönes zu entdecken gibt.  

 

Zu den Besonderheiten gehört der Steinzeitpark in Albersdorf mit seinen 14 Bauten, nach archäologischen Vorbildern errichtetet, der Naturspielplatz oder ein Steinzeitwald mit dem Museum für Archäologie und Ökologie Dithmarschen. 

 

 

 

 

De Fieffinger-Linn´ in Rieswohld

 

 

Merr´n in de gröne Lung´n vun Dithmarschen in den Rieswohld steiht een groten Linnenboom, urold, mächtig un seltsom wussen. Ut den dicken Stamm sünd fief Twiegen, grot as Bööm, no boben hochwussen.- As een Hand reckt sick de Linn´ tohöcht. Dat gewaltig Wurtelwark höllt ehr, givt ehr Kraft, över veele Minschengeneratschoons weg. Wiet un siet heet de Boom: "De Fieffinger-Linn!".....

 

Wer mehr lesen möchte, besuche die Web-Seite s. Link. Dort steht die Geschichte auch in Hochdeutsch. 

 

 


Unsere Lieblingsecken im Albersdorfer Wald, einem Teil des Riesewohlds

Unsere Hundefreizeit - die Westküste rund um den Riesewohld

Wer kennt schon Dithmarschen? 

 

Fast jeder kennt Husum, Nordfriesland, die Inseln, Sylt, Amrum, Föhr und Husum, aber Dithmarschen? 

 

Der Name Dithmarschen steht für eine Region und auch einen Landkreis an der Westküste südlich Nordfrieslands in Schleswig-Holstein. Die Kreisstadt Heide ist bekanntlich die Stadt mit dem größten Marktplatz Deutschlands. Die ,,Kulturhauptstadt" ist allerdings Meldorf mit dem imposanten Dom im Zentrum. 

 

Dithmarschen liegt an der Nordseeküste und ist geschützt durch einen Deich von Brunsbüttel bis zum Eidersperrwerk bei Tönning. 

 

 Armer Kreis 

 

Mit ausgedehnten Marschen an der Küste und landeinwärts einem breiten Geestrücken ist der Kreis Dithmarschen der an Bäumen ärmste Kreis in der gesamten Bundesrepublik. Kilometerlange Landwirtschaftliche ,,Spurstraßen" ohne jegliche Erhebungen - die höchsten sind die Windräder - prägen heute die Marschen. Windig ist es hier fast immer. Geradeaus geht es meistens. 

 

 

 

Mehr Schafe als Menschen 

 

Rund 133 Tsd. Einwohner zählt heute der Kreis. Die Zahl der Schafe geht weit in die Millionen.

Die zweibeinigen Bewohner sieht man eher weniger, am ehesten samstags in den Einkaufsstätten und auf dem Wochenmarkt der Kreisstadt, im Sommer in den frühen Stunden, wenn die Touristen noch frühstücken. Sonst eher auf Festen, denn gefeiert wird hier gerne. 

 

Von Norden nach Süden fährt man 54 km, von Osten nach Westen 41 km, alles mit dem Fahrrad gut zu schaffen, über Land oder auf dem Deich. 

 

 

 

Kostenloser Küstenschutz 

 

Auch unsere Hunde gehören an die Leine, dann können die Schafe auch sehr zutraulich und furchtlos sein. Wenn keine Schafe da sind, können auch Hunde unbeschwert die Deiche genießen. 

 

 

 

Unsere Heimat - Natur zum Entdecken

 

Die Dithmarscher hatten, als ich mit meinem ersten Hund aus Hamburg kommend hier beruflich anlandete, sogar mal einen Aufkleber: „Das letzte Abenteuer  Europas“. Das Abenteuer hieß mich willkommen und ich blieb.

 

1985, im Jahr meiner Ankunft, wurde auch der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer per Gesetz eingerichtet.

Hundefreizeit  

 

Wir lieben den Kanal, weil er breite und beleuchtete Wege rechts und links bietet und weite Sicht nach vorne und hinten.

 

Überall gibt es kostenlose Fähren, so dass wir je nach Tageszeit und Wetter meist auf der Sonnenseite laufen können. 

 

Die Grenzen des Kreises bestehen seit dem Mittelalter, in dem sich Dithmarschen noch „freie Bauernrepublik“ nannte, dessen Historie auch alle zwei Jahre auf dem 4,7 ha großen Marktplatz (der größte unbebaute Markplatz Deutschlands) durch ein historisches Fest gefeiert wird.  

 

 

 

 

Wasser unter den Füßen 

 

bieten die Weiden in den vielen Mooren, wenn man die Wege verlässt. Eines davon beginnt  unmittelbar am Riesewohld (im Hintergrund). 

 

Meistens aber kommt das Wasser von oben. 

 

Mehr Tal als Berg

 

Die höchsten Berge Dithmarschens sind nicht die Deiche. Es ist eine Erhebung in der Gemeinde Schrum mit einer Höhe von knapp 79 Metern über N.N.

 

Der niedrigste Punkt liegt einen halben Meter unter NN in der Burger Au-Niederung, die noch immer auf unserem Erkundungsplan steht.

 

 

 

Das Gold Dithmarschens 

 

Marsch und Geest bilden die zwei „natürlichen“ Strukturen des Kreises. Das Marschland, einstiger Meeresboden, der durch den Deichbau zu wertvollem Ackerboden wurde, ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für die – bis auf Brunsbüttel – industriearme Region.

 

Die Dithmarscher haben auf diesem gewonnenen Land das heute größte zusammenhängende Kohlanbaugebiet Deutschlands geschaffen: Rotkohl, Weißkohl, Wirsingkohl, Blumenkohl, Spitzkohl, Rosenkohl – weit über 80 Millionen Köpfe pro Jahr liefert der fruchtbare Boden. Jedem Kopf Deutschlands seinen Kopf Kohl, rein rechnerisch. Manch ein Marschbauer ist auch etwas reich geworden.

 

Wir genießen den Anblick des speckig glänzenden Rotkohls als Farbfleck auf dem Weg zum Deich im Sonnenlicht. So gesundes und leckeres Essen sieht man sonst eher selten in freier Natur!

 

 



 

Hochzeit auf der Insel 

 

 

Die Gebietsreform1970  legte die früheren Kreise Nord- und Süddithmarschen zu einem Kreis namens Dithmarschen zusammen. In 2020 Jahren wird er Goldene Hochzeit feiern.

 

Eigentlich ist das Land, das heute Dithmarschen bildet, eine Insel, wenn auch eine künstliche, denn das Kreisgebiet ist seit Ende des 19. Jahrhunderts nur noch über das Wasser zu erreichen: von Norden und Osten über die Eider, von Westen über die Nordsee und von Süden und Osten über den Nord-Ostsee-Kanal und die Elbe. Manch einer nutzt die Fähre, die anderen fahren über die Brücken. Wir lieben die Fähre, wann immer es geht. Auf der anderen Seite sind weniger Menschen.

 

 

 

Genießer 

 

So manches Mal genießen wir auch die Aussichten vom Deich in die  Naturschutzgebiete. 

 

Legaler Grenzübergang

 

Manchmal überfahren wir auch die Kreisgrenze in Tönning oder am Eidersperrwerk nach Nordfriesland, um an den Sandstrand von St.Peter-Ording zu kommen, das Lieblingsauslaufgebiet für uns Menschen und unsere Hunde!

 

Ein 1 km breiter Sandstrand lockt uns im Spätherbst, Winter und im frühen Frühjahr zu ausgedehnten Spaziergängen zum und am Strand – dann, wenn die Touristen am heimischen Computer gerade ihre nächste Unterkunft in Strandnähe buchen.

 

Dann können wir die Tausende an Ringel- und Nonnengänse auf ihrer Hin- oder Rückreise auf den Wiesen an den Dünen beobachten. Manchmal sind es auch nur die Möwen am Strand. 

 

Manchmal täuschen wir uns aber auch und landen Anfang Januar in ungewohnte Touristenansammlungen mit gefühlten Hunderten an Hunden. 

 

Manchmal erleben wir auch ganz ungewöhnliche Anblicke als Kontrastprogramm wie auf dem Foto unten am selben Strand.

 

 

 

Wasser satt 

 

Ansonsten lieben wir besonders das Wasser, an Teichen, lieber aber an den natürlichen Bachläufen im Wald, meist Quellwasser führend, oder wie hier in der Gieselau, ein Quellbach, der von Kindern und Hunden gleichermaßen geliebt und genutzt wird.  

 

Ab und an, an besonders heißen Tagen, haben wir ihn und fast den ganzen Albersdorfer Wald  für uns allein. Dann fahren Dithmarscher und Urlauber ans Meer. 

 

 

 

Wasser bis zum Horizont

 

Wir lieben auch die Nordsee und fahren häufig zum Deich: 180 Grad Himmel und weite Sicht in ein weites Land, in ein unendliches Wattenmeer mit Vogelschreien wie im Urlaub. Man sagt, es sei das vogelreichste Gebiet Mitteleuropas, vor allem das Katinger Watt, ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel. 

 

 


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Phila auf Working Dog
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