A-Wurf: Chronologie Teil 1: Die Entstehung

 

Liebe Besucherinnen und Besucher,

 

unser A-Wurf Tagebuch können Sie

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oder

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Viel Spaß! 

 

 

 

 

 

 

8. Mai 2019 – Countdown

 

 

Schon seit vielen Jahren existiert diese, einst von Yaspar an der Terrasse ausgebuddelte Liegehöhle für heiße Tage. Nun ist Phila am Werk, ihrer Natur entsprechend für ein Reservenest zu sorgen. Warum neu beginnen, wenn der Rohbau schon steht? 

 

 

Wir haben uns schon einige Namen für die Zuchtpapiere ausgesucht:

Für die Mädels: Aaltje, Aada, Amara, Aja, Aenna, 

Für die Jungs: Artje, Ajus, Aemil, Almar, Artus

 

 

 

1. Mai 2019 – 8.-9. Woche

1. Mai 2019

Einige Zeichen stehen auf ein baldiges Ende der Trächtigkeit. Heute waren es die ersten Hechelproben, ein leichter Temperaturabfall, der vielleicht auch auf ungenauem Messen beruht, nur der Appetit ist ungebrochen. 92 cm Umfang sind hinter den Rippen zu messen, das Bäuchlein ist stramm, die letzten Tage brechen an - oder sind es Stunden? Wir lassen uns überraschen und melden uns wieder, wenn es Neuigkeiten gibt. 

 

Zwischendurch gibt es lange Streichelpausen für's Bäuchlein, damit die Neuronen der Kleinen gut angeregt werden und sich viele kleine schmusige Riesewohlder Hovawarte entwickeln. Phila genießt die Sonder-Zuwendungen immer und überall. 

 


 

Nun ist Philas Wurf-Appartement fertig: 1,5 Zimmer groß.

 

Links die Wurfbox für die ersten zwei Wochen, rechts der Anbau für die folgende Zeit durch eine leicht herausnehmbare Abtrennung für die ,,Mobilfraktion" ab der 2./3. Woche. Danach wird die Ausgangstür und damit das ganze Zimmer geöffnet, ab Beginn der 4. Lebenswoche auch für Besucher.

 

Phila prüft: 

 

Foto 1: Sitzen ok! Die Bodenplatte ist auch sicher, die Lüftung unter der Kiste stimmt auch! 

Foto 2: Deckhöhe: hoch und gesichert!

Foto 3: Anbau auch prima!

Foto 4: Liegekomfort: Muttis kochbare Kuscheleinziehdecke mit Bettbezug super weich! Und der Duft stimmt auch :-). 

 


  

  

Die letzte Woche ,,davor" 

 

 

Die letzte Woche bricht heute an, denn wir gehen davon aus, dass Phila nicht den 63. Durchschnittstag auswählt, sondern gerne ein zwei Tage/Nächte davor niederkommen wird. Die Spannung steigt.

 

Die Wurfkiste ist fertig und wird nur noch mit der endgültigen Polsterung gefüllt, was aber wegen unserer Kater nur unter kontrollierten Bedingungen möglich ist. 

 

Die Aktivitäten der 8. Woche vergingen wie die in der 7.: Unsere täglichen Spaziergänge sind der Jahreszeit entsprechend ausgefüllt mit dem Genießen der Natur, insbesondere unserer Wälder, deren sattes Grün zum Durchatmen einladen und kleineren Spielchen. Häusliches Kuscheln ist unerlässlich, genau so wie die Katerpflege. 

 

Philas Bäuchlein wächst und wächst und geht auf 85 cm zu (hinter den Rippen gemessen). 

Ihren wachsenden Umfang wie auch das Mehrgewicht hat Phila wie selbstverständlich hingenommen, probiert aber immer noch einmal schnellere Wendungen, die dann doch langsamer ausfallen als gedacht. Neu ist, dass sie keine Höhensprünge mehr wagt, auch der etwa 25 cm hohe Baumstamm wird nun im Gehschritt überquert, der Bach wird nicht mehr übersprungen, sondern mit zwei Schritten durchwatet.  

 

Spürbar: Heute habe ich zum ersten Mal in meiner Hand einen der Kleinen boxend gespürt. Ich schwöre, dass ich ganz vorsichtig war!  Alle 10 Zitzen haben nun eine funktionsfähige Größe erreicht. Noch fallen die Haare nicht aus, aber wer glaubt schon an Pünktlichkeit bei Naturgegebenheiten? 

 

 

Für Freitag haben wir noch einen Termin bei unserer betreuenden Tierärztin zum letzten Check vor dem Countdown vereinbart. 

 

 

 

 

 

Welpenbesuch:  Am letzten Sonntag wie auch heute am 1. Mai haben wir wieder Welpenbesuch gehabt, diesmal aus Stuttgart per Flieger und aus unserer Nähe.

 

Zwei glückliche Hunde haben sich wieder einmal über viele Streicheleinheiten gefreut und wir über ausgesprochen liebenswürdige Menschen. Wir können es kaum glauben: Von allen unseren Besuchern waren wir sehr angetan und freuen uns sehr, alle wieder in kurzer Zeit wieder zu sehen, selbstverständlich (wieder) mit der ganzen Familie.

 

Wir konnten bislang Menschen mit viel Herz und Sachverstand begrüßen und kennen lernen– mit weniger oder mehr Hunde-/Hovawart-Erfahrung. Sie sind ganz so, wie wir uns unsere ,,Pateneltern" wünschen, mit Ruhe und ausgeglichenem Wesen, die auch unseren Hunden ausgesprochen gut gefallen haben. 

 

Interessentenliste: Nun haben wir all unsere Interessenten vorab kennen gelernt, für die wir auch einen Welpen reservieren. Noch fehlen zwei Interessenten, die wir noch nicht persönlich kennen – aus dem Ausland. Auch das könnte sich noch ändern, denn der Countdown läuft.

 

Vielleicht haben wird es aber auch nicht für alle unsere Interessenten das ,,richtige" Geschlecht oder die gewünschte Farbe geben. Einige Interessenten zeigten sich schon flexibler. Da wir nicht auf rosa-blau-gestreift züchten, hoffen wir auf alle standardgerechte Farben: blond, schwarzmarken und schwarz. 

 

Deshalb bleibt unsere Liste für Interessenten auch weiterhin offen: für Rüden. 

 

Für die möglichen Hündinnen können wir sagen, dass sie aus unserer Sicht alle einen wunderbaren Platz bekommen werden. 

 

 

 


Rüde oder Hündin?

Schauen Sie bitte mal hier

 

 

 

Blond? Schwarz? Schwarzmarken?

Gedanken zur Farbwahl des Welpen 

 

Ein Welpe ist ein Lebewesen, das von seinen Eltern genetisch ausgestattet und von seiner Umwelt entsprechend geprägt ist, völlig unabhängig von seiner Farbe und seinem Geschlecht. 

 

Alle Farbschläge tragen dieselben Gene, um sich ihrer Umwelt anzupassen, allerdings in jeweils anderer Zusammensetzung. 

 

Blonde Hovawarte in der menschlichen Gesellschaft laden erfahrungsgemäß unbekannte Menschen eher zum Streicheln ein als schwarze oder schwarzmarkene. Daraus folgt, dass blonde Welpen (ca. 30 % der Population) mit schwarzen Kulleraugen und Näschen viel mehr Hände zum Streicheln auffordern als ein schwarzer Welpe. Ob das an einer Verwechslung mit einem Golden Retriever liegt, wird meist vermutet.

 

Die Folge daraus ist eine hohe Verpflichtung an den Welpenkäufer: Er muss seinen Welpen sehr menschenfreundlich und tolerant erziehen, denn auch viele ungebetene Hände betatschen den Welpen, Junghund oder erwachsenen Hund ungefragt, so schnell kann man gar nicht reagieren (eigene Erfahrung). Sind es die Welpenbesitzer irgendwann leid, den Einkaufsbummel im Schneckentempo fortzusetzen und dem fünfzigsten ,,Oh, ist der niiiiiedlich!"-Spruch genau so tolerant gegenüberzutreten wie dem unerlaubten Batscher eines Kindes auf den Po des Welpen, der sich dann erschrocken umdreht und vielleicht vor Schreck ins Händchen des Kindes zwickt, kann die Freude an dem Gold-Plüsch durchaus schnell versiegen. Unser Fazit: Blond ist eine besondere Herausforderung an die Sozialerziehung eines Welpen und die Freundlichkeit und Geduld des Besitzers! 

 

Schwarze Welpen (etwa 10 % der Population) haben ebenso ihre Liebhaber, aber manchmal erst, nachdem man sich in der Rasse etwas mehr zuhause fühlt oder man mit einem blonden Hovawart eben solche, o.a. Erfahrungen gesammelt hat. Manchmal überzeugt das etwas anders strukturierte, sehr weiche, durchaus leicht gelockte  Fell eines schwarzen Hovawarts mehr als das durchaus kräftige Haar eines blonden. Schwarze Welpen werden häufig mit dem Flat Coated Retriever verwechselt. Große schwarze Hunde machen vielen Menschen, vor allem Kindern Angst und halten sie auf Abstand, denken viele. Diese Erfahrungen werden von den Besitzern vieler schwarzer Hovawarte nicht geteilt. Ohne die schönen lackschwarzen Hovawarte mit glänzendem Fell wären die typischen schwarzmarkenen Hovawarte vielleicht eher fade als pechschwarz. Schwarze Hunde wirken auf fremde Menschen häufig etwas bedrohlich. Glänzen aber die dunkelbraunen Augen und die rote Zunge hängt locker aus dem Fang, die Lefzen ziehen sich freundlich nach oben, dann erreicht der freundliche Blick eines schwarzen Hovawarts den tiefsten Winkel des Herzens. Überzeugend ist für viele Schwarz-Liebhaber die Eleganz im Lauf, das wabernde Fell und der Glanz im Sonnenlicht. 

 

Die schwarzmarkenen Hovawarte (etwa 60 % der Population) mit ihrer prägnanten Markenzeichnung werden häufig eher von denjenigen Menschen bevorzugt, die sich einen typischen Hovawart als schwarzmarken vorstellen. Die schönsten Exemplare davon sieht man meist mit ausgezeichneter Markenzeichnung auf den Ausstellungen.

An solchen Prachtexemplaren Interessierte wenden sich gerne an Züchter, die schon in der Verpaarung auf ,,typvolle" Elterntiere achten, um den scheinbar ,,idealen" schwarzmarkenen Hovawart zu erwerben.

 

Dass die allermeisten schwarzmarkenen Hovawarte ihre Marken im Laufe der Zeit verändern, z.B. Welpen mit wenig Marken können durchaus später als ,,überzeichnet" beurteilt werden, die zwei blonden Abzeichen, die anfangs auf der Brust sichtbar sind, können später besonders bei Rüden durch das lange Halsfell überdeckt werden, die Augenmarken können sich erst spät entwickeln, die Marken an den Läufen können auch mal schwarz werden oder sein - das alles liegt 

in den genetischen Anlagen der gesamten Vorfahren. 

 

Dass die Farbe gerade bei den Züchter der Schwarzmarken-Fraktion manchmal auch die Zuchtauswahl der Elterntiere einschränkt, sei hier kritisch angemerkt:

 

Die Auswahl der Farbe des Paarungspartners hängt entscheidend von den Farbwünschen der Züchter ab: 

 

Schwarzmarken mit Blond (30 %) und Schwarz (10 %) oder Schwarzmarken (60 %) verpaart
= 100 % Auswahl des Paarungspartners aus dem vorhandenen Gen-Pool. 


Schwarzmarken wird mit Schwarzmarken verpaart: 
60 %  Auswahl des Paarungspartners aus dem vorhandenen Gen-Pool.


Blond mit schwarzmarken (60%) oder schwarz (10 %)
70 % Auswahl des Paarungspartners aus dem vorhandenen Gen-Pool. 


Schwarz (10 %) mit Blond (30 %) oder schwarzmarken (60 %) =
90 % Auswahl des Paarungspartners aus dem vorhandenen Gen-Pool. 

 

 

In allen Verpaarungsvarianten können schwarze, blonde oder schwarzmarkene Welpen fallen - 

außer bei Blond x Blond (nur auf Sondergenehmigung) oder Schwarz x Schwarz (nicht erlaubt). 

 

Die Welpenauswahl hängt aus meiner Sicht sehr eng mit einem Vorurteil zusammen:

Blond = freundlich, Schwarz/Dunkel = bedrohlich.

 

Bei der optimalen Welpenauswahl hingegen entscheidet die Veranlagung, das Verhalten, das Wesen, unabhängig von Farbe und Geschlecht. Überzeugen Sie sich in der Welpenkiste und wählen Ihren idealen Welpen eher nach dessen Wesensanlagen aus.

 

Eine Freundschaft für's Leben ist nicht von der Haarfarbe abhängig! 

 

Wie sagte Kurt-F. König einst? ,,Ein guter Hund hat keine Farbe!" 

 

 

 

 

Noch 15 Tage ,,davor"

 

Heute ist der 25. April, der 48. Tag ,,danach", der offiziell 15. Tag ,,davor", wenn wir von 63 Tagen Tragezeit ausgehen. Damit darf Phila schon einmal die künftige Geburtsstätte besuchen, auch wenn zurzeit nur ihre Kuscheldecke drin liegt.  

 

Die Wurfkiste ist in der Grundstruktur fertig. Nun wird an der Erweiterung gearbeitet, wenn die Welpen größer sind und mehr Platzbedarf haben, auch für den einen oder anderen Menschen, der gerne ein ,,Welpenbad" nimmt. 

 

In den letzten Tagen erlebten wir eine deutlich besonnene Phila, die ihre Ruhephasen und Streicheleinheiten sichtlich genoss und ihr Bäuchlein, das mittlerweile 77 cm (hinter den Rippen) umfasst, mit Würde trägt. Nur manchmal vergisst sie alles, wenn es mit dem Futternapf in die Küche geht: Die Freude und Spannung, was es diesmal gibt, ist unbändig.

 

Dreimal am Tag wird nun gefüttert, allerdings die noch normale Menge. Unsere Spaziergänge werden etwas bedächtiger, aber wie immer fröhlich und angereichert mit vielen Such-, Bewegungs- und Versteckspielchen. 

 

Seit gestern ist Phila offiziell in ,,Mutterschutz" gegangen, d.h. sie begleitet mich nicht mehr zur Arbeit, denn die Sprünge ins und aus dem Auto werden jetzt vermieden. Stattdessen übernimmt sie den ,,Senioren-Sitterdienst" und Yaspar begleitet mich wieder täglich. 

 

Die Knochen der Kleinen verstärken sich nun und verkalken, theoretisch können sie unter der Bauchdecke ertastet werden, praktisch gelingt es mir leider nicht zufriedenstellend. Nur die künftige Nahrungsquelle, die Brustwarzen wachsen und wachsen. 10 Stück hat sie davon! Ist das ein Zeichen? 

 

Zwischenzeitlich hatten wir wieder mehrere Besuche von interessierten und angehenden Welpen-Eltern. Herzlichen Dank für Ihr Interesse und die langen Wege, die Sie in Kauf genommen haben oder noch nehmen, um uns kennen zu lernen und auch uns die Möglichkeit zu geben, Sie vorher kennen zu lernen, bevor die ,,Herzchen in den Augen" beim Anblick der Welpen alles weitere Wichtige überdecken. Viele schöne Stunden haben wir im Wald und Garten bei Gesprächen und im Austausch von Gedanken gehabt. 

 

Auch gibt es immer wieder neue Anfragen mit Wünschen, die wir dann, Philas Bäuchlein streichelnd, vertrauensvoll an die Geheimnisträgerin weitergeben, sie möge doch bitte die Farb- und Geschlechteranlagen den Wünschen entsprechend anpassen. Eigentlich hätten wir eine Sondergenehmigung für eine Blond-Blondverpaarung mit dem Zusatz "Hündinnen" beantragen müssen. Doch ist ein Wurf Welpen bei den Hovawarten in der Regel bunt gemischt, von blond über schwarz bis zu  schwarzmarken. Durchaus kann ein Wurf aber auch mit Überraschungen verbunden sein, wie wir bereits bei unserem Deckrüden feststellen mussten, als bei einer Blond-Schwarz-Verpaarung 9 schwarze und ein schwarzmarkener bei 9 Rüden und einer Hündin fielen. Auch wenn in Philas Linie Blond und Schwarz überdurchschnittlich vertreten sind, beim Vater aber überwiegend schwarzmarken, erwarten wir eher keinen Wurf mit 9 blonden und 1 schwarzenmarken Welpen mit 9 Hündinnen und einem Rüden, auch wenn es so zu wünschen wäre. 

 

Rückwirkend lässt sich rechnen, vorausschauend nur spekulieren. In 12-15 Tagen werden wir die ,,Wundertüte" geöffnet sehen. Wir wünschen allen zukünftigen Welpeneltern, dass ihre Wünsche in Erfüllung gehen und damit auch unsere! 

 

 

 

 

Die 3. Woche ,,davor"

 

Liebend gerne lässt sich Phila ihr Bäuchlein streicheln, auch von Kindern, von Simon ganz besonders! 

 

Heute ist der 36. Tag in Philas Trächtigkeit, die 6. Woche hat begonnen. Ihr Bauch rundet sich von Tag zu Tag. Heute sind wir bei 70 cm Umfang bei einer sonst schlanken Hündin angelangt, gemessen hinter dem Rippenbogen, wie es Inge Hansen  in ihrem ,,Handbuch der Hundezucht", unserem ständigen Begleiter und Ratgeber, schreibt. 

 

26 Tage verbleiben noch - rein rechnerisch. Der Zenit ist also überschritten. Ohne dass es irgendwelche Probleme, Ungereimtheiten oder Auffälligkeiten gab, konnten wir unserem Tagesablauf nahezu unverändert nachgehen: Nahezu, denn Sprünge werden weder provoziert noch ausgeführt. Schnelle Drehungen unterbleiben, unsere Spaziergänge werden gelassener, Spiel und Spaß unterwegs haben sich angepasst. Nur die Ernährung lässt aus Philas Sicht zu wünschen übrig. Es ist einfach nie genug! Selbst das letzte Atom Geruch wird aus dem Napf geleckt! 

 

 

Ein herzliches Dankeschön

 

an unsere Welpeninteressenten, die uns - auch ohne ,,Kindskieken"– zwischenzeitlich besucht haben. Es waren schöne Begegnungen!  Wieder einmal haben wir erfahren, wie vorteilhaft es ist, Mensch und ggf. Hund vorzeitig kennen zu lernen, uns auszutauschen und die eine oder andere Frage, die konkret besteht oder aus dem Gespräch heraus entsteht, auch persönlich mit Zeit und Muße zu erörtern. Ja, die ,,Passung" zwischen unseren Hunden und uns Menschen stimmt aus unserer Sicht, so haben wir festgestellt: beim gemeinsamen Spaziergang und/oder später beim Tee /Kaffee vis-à-vis im Gespräch. Unsere Hunde haben darüber hinaus auch immer einen guten Riecher!

 

Diejenigen die wir noch nicht kennen, sind herzlich eingeladen. Noch haben wir Zeit und Muße. 

 

Denjenigen, die der Meinung sind, ohne Welpenknuddeln lohne der weite Weg nicht, sei verraten, dass wir zu den Menschen eher Vertrauen haben, wenn sie nicht unter "Prolaktinschock" stehen (Elternhormon für den "Brutpflegetrieb" und der allseitigen Glückseligkeit). 

 

Den anderen sei verraten, dass wir keine Welpen verkaufen, sondern anderen Menschen anvertrauen. Es sind Philas Hunde-Kinder und der Fürsorge, die sie aufwendet, fühlen wir uns verpflichtet.  

 

Nehmen Sie mit uns gerne Kontakt auf und besuchen Sie uns, so dass wir Ihre und unsere Fragen vorher klären können und Sie irgendwann Ihren Welpen vor Ort genießen können! Wir freuen uns auf Sie! 

 

 

Die 4. Woche ,,davor''

 

 

Heute, am 31. Tag nach dem 1. Deckakt, ist das lang ersehnte Foto da – ein Ultraschallbild von heute, Montag, dem 8. April:  

 

Jaaaaaa! Phila ist tragend. 

Die Etappe 2 ist auch geschafft! 

 

Wir konnten die Kleinen sehen und wie sie sich bewegten, richtige körperähnliche Wesen waren zu erkennen. 

Und wie viele werden es sein? Sie lagen dicht an dicht! ,,Im oberen einstelligen Bereich", so waren die Worte des Tierarztes. 

 

Während Phila geduldig und sehr ruhig auf dem Behandlungstisch stand, ließen sich die Kleinen auch ohne Rasur des Bauchfells wunderbar beobachten. Mindestens 3 haben wir erkennen können, dann noch einer und noch einer..., dicht aneinander.

 

Wir freuen uns riesig zusammen mit der Familie des Deckrüden uns sind stolz auf unsere beiden Vierbeiner, die ihren ,,Job" instinktsicher und erfolgreich abgearbeitet haben. 

Wir danken allen, die mit uns gefiebert und  Daumen gedrückt haben.

 

Wir werden Sie und sie, Sie und Ihre Daumen, auch weiterhin brauchen, denn nun läuft der Countdown, Etappe 3 des Wartens. Dass dieser Schritt weniger mit Langeweile als mehr mit detaillierteren Vorbereitungen verbunden ist, überrascht sicherlich keinen.

 

Wir haben heute den Anfangsstand des Bauchumfangs gemessen: Es waren heute Morgen 62 cm, heute Abend bereits 64 cm – allerdings nach einem Kilo frischen Pansen, Philas absolute Lieblingsspeise! Den hatte sie sich redlich verdient! 

 

 

 

Die dritte Woche

 

„danach"

 

Unsere dritte Woche war den Anzeichen einer Trächtigkeit und der Fürsorge einer möglicherweise trächtigen Hündin gewidmet.

Wer viel liest, erfährt vieles. Aber kaum etwas davon trifft in unserem Falle zu. Täglich haben wir das Bäuchlein kraulend und streichelnd untersucht, das ,,Rotkäppchen-Syndrom", eine deutliche Rotfärbung des unteren Zitzenrandes in der 3. Trächtigkeitswoche war allerdings nicht sichtbar. Auch die Zeit, in der erbrochen wird, ist an uns spurlos vorbeigegangen. Statt weniger hat Phila pausenlos Appetit gezeigt. Erbrechen wäre für sie pure Verschwendung gewesen. Schleimpfropfen oder zäher, glasiger Ausfluss ab der 3. Woche fiel, wenn es ihn überhaupt gegeben hat, Philas Reinlichkeit zum Opfer. 

Eine Zunahme des Umfangs ist noch nicht zu bemerken, soll aber auch erst ab der 5. Woche erfolgen. 

 

Und woraus ziehen wir nun die Zuversicht, dass Phila trotzdem trächtig ist? Im Moment einzig und allein ihrem Verhalten: Sie ist seit 3 Wochen dauerhaft verschmust und anhänglich, weicht mir draußen nicht mehr weiter als 5 Meter von der Seite, was sehr ungewöhnlich für sie ist.

Garten ist nach wie vor ,,in", Toben out, große Sprünge sind ebenfalls ausgeblieben, außer ich komme mit dem Futternapf! 

 

Sport ist ebenfalls out, stattdessen gibt es leichte Dehnübungen wie auf dem Foto links auf der Suche nach Leckerli. Sehr gerne mag sie zurzeit jede Form der Unterordnung. Davon kann es kaum genug geben auf unseren langen Spaziergänge mit vielen Spaß- und Leckerli-Übungen. Ihr Gewicht ist trotzdem optimal, die Muskulatur kräftig, was mir sehr wichtig ist.  

 

Bei der Arbeit hat sie mehrfach den Wunsch angemeldet, im angrenzenden Büro für eine gewisse Zeit einen ruhigen Platz einzunehmen – sehr außergewöhnlich, da doch ihr Kopf sonst immer gerne auf den Füßen der Kinder und Jugendlichen liegt. 

 

Da Phila keine Kuscheltiere oder sonstige künstliche Weichteile zum Schmusen hat (sie hat die Kater und uns), konnten wir bei ihr nie irgendwelche Anzeichen einer Scheinträchtigkeit erkennen, auch wenn sie es vielleicht war. Sollte sie ausgerechnet diesmal sehr scheinträchtig sein? Wir glauben nicht daran! 

 

Nächste Woche wird es einen Ultraschall geben, damit wir eine klare Antwort erhalten und diese auch hier verkünden können. Solange müssen wir uns gedulden und alle Interessenten leider noch etwas hinhalten. 

 

In der Zwischenzeit werden wir weiter das Bäuchlein streicheln und die zwischenzeitlich angewachsene Wunschliste nach blonden Rüden, blonden Hündinnen, schwarzmarkenen Hündinnen, Rüden und ,,egal" per Hand-auf-Bauch-Legen transportieren. 

 

 

Woche 3:

 

Die Einnistung der Embryonen in die Gebärmutter ist erfolgt, nun beginnt sich die Plazenta auszubilden. Jeder Embryo hat jetzt seinen festen Platz. 

 

Manchen Hündinnen ist um diese Zeit, so sagt man, schlecht und sie mäkeln beim Fressen. Dieser Zustand kann bis zu 3 Tagen andauern. 

 

 

Spannend wird es in der 4. Woche:

 

Alle Organsysteme werden angelegt, die endgültige Körperform ist in Grundzügen angelegt. Nun werden aus den Embryonen Feten/Föten. Während dieser Zeit sind die Feten besonders empfindlich gegen äußere Einwirkungen.

 

Wir meiden wie immer im Frühjahr auch weiterhin Feldränder wegen der Spritzmittel und bleiben im Wald! 

 

 


Zwei interessante Videos über die Trächtigkeit sind hier zu sehen:

 

1. Entwicklungsstadien in 3D - Hund im Mutterleib von National Geographic

 

2. Das Wunder des Lebens - Säugetiere

Begleitung des Zuschauers von der Zeugung bis zur Geburt. 

 

 

 

 


 

Die zweite Woche

 

„danach"

 

Sie ist wie im Fluge mit viel Arbeit vergangen. Zwischendurch haben wir uns weitergebildet und fassen kurz zusammen, wie es Phila geht und was in Philas Bauch  passiert ist, während wir mit anderen Dingen beschäftigt waren.

 

Phila geht es prächtig. Ihr Fell wächst und sie wird mit jedem Tag schöner und femininer. Draußen ist sie vital und spielt nach wie vor gerne, liebt besonders unsere Waldläufe zu zweit, in denen sie die Hauptrolle spielt. Das Fitness-Programm wird beibehalten, Spaß und gute Laune stehen im Mittelpunkt. Yaspar erhält derweil sein Senioren-Fitnessprogramm in unserem Wäldchen. Manche Gänge genießen wir zu zweit, andere jeweils allein mit einem Hund. Jedem das Seine. 

 

Biologisch hat sich am 10. Tag ,,danach", also am 20. März die Neuralrinne gebildet, also das, was sich später zum zentralen Nervensystem entwickelt. Am 14. und 15. Tag ,,danach", also rund um den 24./25. März fand die s.g. Nidation statt, also die Einnistung der Embryonen in die Gebärmutterwand. Jeder Embryo verfügt nun über seine eigene Kammer, eine Fruchthülle, die ihn schützt, und seine eigene Plazenta, die ihn nun weiterhin ernährt. 

 

Mit Spannung erwarten wir den Verlauf der 3. Woche und auf das "Rotkäppchen-Syndrom". Unsere Ultraschalluntersuchung werden wir am 31./32. Tag durchführen. Es wird gesagt, dass diejenigen Föten, die sichtbar sind, auch bleiben. Die anderen seien inzwischen gegangen, da die einzelnen Kammern nur von einem Embryo besetzt werden können. 

 

Nach dem derzeitigen Stand an Welpen-Anfragen haben wir bereits mit dem ,,Streichel-Wunschkonzert" begonnen. 

Wenn wir das Rotkäppchen-Syndrom entdecken, werden wir es hier kundtun. 

 

 

 

Die erste Woche

 

„danach"

 

Was ist in der ersten Woche nach Philas Bedeckung passiert? Wir sind neugierig und ergänzen unsere schulischen Biologiekenntnisse durch die Informationen aus Züchterschulungen und Internet. 

 

1. -6. Tag: 09.-15.03.2019

 

Das Sperma wandert zu den Eileitern und bleibt dort in den weiblichen Geschlechtsorganen etwa 24 Stunden befruchtungsfähig. Vom 11.-13.03. erreichte das Sperma die Eileiter, in denen sich reife Eizellen befinden. Die Befruchtung der Eizellen in den Eileitern erfolgte von uns unentdeckt am 13./14.3. Zwischen dem 15. und 17. März wanderten die befruchteten Eizellen in den Gebärmutterhals- zumindest theoretisch. 

 

 

Phila gibt sich schwanger 

 

Seit unserer Wiederankunft ist Phila auffallend ruhig und sehr anschmiegsam. Die Kater werden liebevoll geputzt, aber die gewohnten Aktivitäten, die Freudenausbrüche bei der Ansicht des Futters sowie die großen Sprünge drinnen und draußen bleiben aus. Sie hat offensichtlich innerlich ihre Prozesse abzuarbeiten. Wir halten sie eindeutig für „gedeckt" und „schwanger"! Das Bäuchlein lässt sie sich sehr gerne kraulen. Auch sonst ist ihr Blick verklärt und versonnen. 

 

Ab Freitag beginnt sie etwas munterer zu werden und nimmt auch aktiver am häuslichen Leben teil, vor allem in der Küche und im Garten. Sie scheint wieder aufzuwachen. Sie  zeigt mehr Einsatz und Freude an allem, was in ihrer Umgebung beeinflussbar ist und ihres Zutuns bedarf! Besonders ausgeprägt zeigen sich ihr Dauer-Appetit und ihre Begeisterung für den Katzenpflegedienst. 

 

Yaspar war in dieser Zeit liebevoll aushäusig untergebracht, konnte mich aber auch abwechselnd zur Arbeit und auf Spaziergänge begleiten. Am Donnerstagabend durfte er probeweise nach Hause. Hellauf begeistert zeigte er sich von Philas Duft. Phila hingegen teilte ihm sehr eindeutig mit, dass er die große Chance leider vertan hätte und mittlerweile alles besetzt sei. Wir haben Yaspar daraufhin zwei weitere Tage „Betriebsferien mit Papa" gegönnt. Seit Samstag ist er nun wieder vollständig eingezogen. Alles könnte wieder seinen gewohnten Gang gehen, leider ist nun die Nachbarshündin läufig, so dass unser Bär wieder nicht so ganz zur Ruhe kommt. 

 

Wir Menschen sorgen zwischenzeitlich für die weitere kulinarische Bevorratung und Ausstattung mit den praktischen Utensilien einer Hunde-Großfamilie, frischen unsere Biologiekenntnisse auf und schreiben Mails, telefonieren und aktualisieren die Informationen für unsere Welpeninteressenten. 

 

 

Phila ist gedeckt 

 

Der A-Wurf vom Riesewohld ist am  9. und 10. März 2019 von Baron Benedetto vom Mellenhof und Phila Pałacowe Piękności am 13. und 14. Tag ihrer Läufigkeit vorbereitet worden. 

 

Große Sympathie hegten die beiden bereits bei einem ersten Treffen im November füreinander. Nun gab es ein sehr freudiges Wiedersehen im März. 

 

Mit großer Spannung und Vorfreude trafen wir bereits am Donnerstag im frühlingsbunten Garten zusammen. Extra viel Zeit war eingeplant, denn wir hatten alles auf ,,eine Karte" gesetzt, d.h. wir hatten nur einen Deckrüden ausgewählt – Bened. Zudem war es für beide der erste Deckakt. Zuversicht, Vertrauen in unsere Hunde, Gelassenheit und Zeit sind uns in der Planung wichtig gewesen. 

 

Ausgiebiges Beschnuppern und Bespielen fanden somit am Donnerstag und Freitag statt. Für uns als Favorit stand der Samstag im Mittelpunkt. Es dauerte auch nur kurze Zeit, bis Bened sich entschloss, der Duft sei nun der richtige. Nach rund 20 Minuten körperlicher Höchstleistung entstand das Foto (links), beide sichtlich glücklich und zufrieden. Am Sonntag, an Philas Geburtstag, wurden die letzten Zutaten für einen hoffentlich kunterbunten Wurf Welpen zusammengemischt. Sichtlich glücklich und zufrieden durften wir in aller Gemütlichkeit den Heimweg antreten. 

 

Nun warten wir auf den Termin für eine Ultraschalluntersuchung in 28 Tagen. Zwischenzeitlich können sich Interessierte die Verpaarung auf Working Dog ansehen oder hier mehr erfahren: Unser Deckrüde 

 

 

 

 

Die Testphase

 

05.03.2019

 

Große Überraschung? Nein! Der zweite Progesteron-Test zeigte heute ein steigendes Bild: 4,9 nmol. Zwei bis drei Tage lautet die Auskunft, soll es noch dauern.

 

Ich schaue meiner Hündin unter das ,,Röckchen" und stelle fest, dass es bald soweit ist, wie es die Lehrbücher beschreiben. Mein erfahrener Deckrüde stellt fest, dass sie stehen bleibt, ihn in Ruhe prüfen lässt und ihn dann gleich wieder zum Bewerbungsspiel auffordert, das er zurzeit gerne annimmt. 

Zwischen dem 7. und 10. März rechnen wir. Das Wochenende passt prima! Am 10. März hat Phila ihren 3. Geburtstag. 

 

 

 

 

01.03.2019

 

Die 15 nmol/l sollen erreicht werden, sagt das Labor. Gestern (28.02.) wurde das erste Blut zur Bestimmung des Progesteronwertes abgenommen. Er lag bei 1,32 nmol/l. Wir haben noch Zeit!

 

Yaspar prüft auf seine Art immer mal wieder, zeigt sich schon von seiner sehr charmanten Weise und lässt Phila nur aus den Augen, wenn er stundenlang im Garten jede Stelle noch einmal kontrolliert. Er ist unser zweiter (oder sichererer?) Bestimmter. Leider, aber das weiß er noch nicht, wird er zu gegebener Zeit ausziehen müssen. 

 

Der Glückliche wird ein anderer sein. (Es tut mir schon in der Seele weh!, aber weder genetisch noch farblich ist es machbar). So wird sich Philas neuer Freund auf die kommende Woche freuen dürfen. Und wir sind gespannt wie Flitzebogen. 

 

 

 

 

Philas Vorbereitung 

 

 

10.12.2018

 

Phila markiert! 

 

Nicht ihren Lieblingsbaumstamm, aber....

 

Zweimal im Jahr wird Phila läufig, seit Anfang an, pünktlich im Januar und Juli. Normalerweise hat sie etwa 6 Wochen vorher angefangen ihre Marken zu setzen. ,,Hey, ich war hier - riech mal!" So ungefähr sieht es auch in ihrem Gesichtsausdruck aus: stolz!

Und nicht einfach irgendwo in der Landschaft markiert sie, nein! Es muss schon ein strategisch interessanter Platz sein, an einer Ecke, Wegabbiegung, Kurve, so dass keiner an ihrem Duft vorbeikommt. 

 

Nach zwei Tagen Abwesenheit hat auch Yaspar heute Abend mal einen direkten „Dufthieb" genommen. Er weiß, wann es interessant wird! 

25.02.2019

 

Phila ist läufig! 

 

Etwas ungeduldig kann man schon werden, wenn die erwartete Läufigkeit um gut 4 Wochen geschoben wird.

Phila ist nicht die Einzige, die etwas unpünktlich ist, wie wir erfahren haben. Doch der Frühling ist jetzt eingetroffen und nun ist es soweit: Philas Läufigkeit hat mit der heutigen Kontrolle offiziell begonnen. 

 

Die Termine beim Tierarzt sind fixiert, der Deckrüdenbesitzer ist benachrichtigt.

 

Falls alles nach Plan geht, werden wir zwischen dem 6. und 9. März Vollzug melden können. Wir Menschen jedenfalls stehen in den Startlöchern und melden uns wieder an dieser Stelle. 

 

 


04.12.2018

 

 

Seit fast zwei Wochen haart Phila nun ab. Als ein Zeichen eines warmen Winters werten wir es nicht, auch des kommenden Sommers nicht. Eigentlich erwarten wir ihre Läufigkeit erst Mitte Januar. Von anderen Hündinnen haben wir gehört, dass sie die Läufigkeit bereits vorgezogen haben. 

 

Eigentlich würden wir Weihnachten lieber zuhause an Baum und Ofen sitzen als im Garten die beiden frierenderweise beim Deckakt zu unterstützen. Aber sicherlich werden wir es tun, sollte es so kommen: Ein Wurf ist schließlich kein Wunschkonzert und manchmal müssen wir der Natur gehorchen, nicht umgekehrt! 


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Phila auf Working Dog
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