Unsere HZD

Wir sagen Danke an unseren Zuchtverein, denn ohne die HZD hätten wir nie unseren Yaspar bekommen und mit ihm unendlich viel Freude in mehr als einem Jahrzehnt. 

 

Unsere Geschichte

 

Zu unserem Zuchtverein, die gemeinnützig anerkannte Hovawart Zuchtgemeinschaft Deutschland e.V.  kamen wir als Mitglied durch Yaspar.

 

Nein, wir wurden nicht von seinen Züchter verpflichtet, gedrängt oder überredet. Wir bekamen lediglich Informationen und haben uns nach kurzer Zeit selbst entschieden. 

 

 

 

Mit einem Verein hatte ich nichts am Hut, denn...

 

eigentlich hatten wir schon einmal einen Hovawart und kannten die Rasse, aber wir hatten noch keinen Welpen. Nun wollten wir aber alles selber richtig machen!

 

Wir suchten Kontakt zu anderen kompetenten Hovawartbesitzern, deren Wissen und Erfahrungen uns anregen und ggf. korrigieren konnten. Die fanden wir wie unseren Welpen auch in der HZD und auf ihren Veranstaltungen. Und wir hatten viele Fragen! 

 

Antworten fanden wir bei den jeweiligen Ansprechpartnern und Mitgliedern auf den Veranstaltungen des Vereins . Auf dem Hundeplatz der HZD in Tüttendorf bei Kiel fanden wir auch viele andere Menschen mit denselben Fragen, erhielten aber auch viele Antworten. Manche mehr, manche weniger hilfreich, aber wir haben aus allen Anregungen gelernt. 

 

Als Dankeschön wollten wir zunächst mit unseren Mitgliedsbeitrag die ehrenamtliche Arbeit des Vereins unterstützen, also diejenigen, durch die wir zu einem wunderbaren Hund gekommen sind.

 

Daraus ist mittlerweile mehr als 1 Jahrzehnt geworden. 

 

 

 

 

Ein Hovawart ist anspruchsvoll an seine Menschen 

 

 

Und dann wurde ein Kurs zum Hundeführerschein angeboten, an dem wir natürlich teilnahmen! Nicht, weil wir ihn unbedingt brauchten, sondern weil Hund und Mensch in solch einem Kurs viel lernten. Und so haben wir auch bestanden. Siehe unten!

 

 

 

Es kommt meistens anders

 

Vereinseigene Veranstaltungen und Vorträge lehrten uns vieles, auch über Vererbung, wie hier mit Inge Hansen, einst langjährige Zuchtleiterin der HZD. 

 

 

Unsere erste Zuchtschau:  Auch viele von Yaspars Geschwister und seine Züchterin reisten an.

 

Und was sagte die Richterin Rosi Neuwardt zum Schluss?

„Euch möchte ich wiedersehen!" Hat sie! – Zuletzt im Oktober 2018 in Greven - zur wer-weiß-wievielten Ausstellung. 

 

Wir sind auf den Geschmack gekommen und haben viele Jahre lang Ausstellungen und Seminare immer als Treffpunkt wahrgenommen – um Freunde wiederzusehen und Yaspars Nachwuchs, um zu lernen und unsere Erfahrungen auszutauschen. 

 

Für Yaspar waren Ausstellungen eine hervorragende Lehre: Völlig cool liegt er unangeleint auf seinem Platz, während im Ring die Bewertung läuft. 

 

Prüfungen gibt es viele im Leben, nicht jede endet mit einer Urkunde oder einem Zertifikat. 

 

Gut ist es aber, wenn man sicher sein kann, dass der Hund auch 

schwierige Situationen meistern kann!

Das beruhigt im Alltag ungemein! 

Gut ist es auch, wenn man mit anderen Hovawart-Besitzern Erfahrungen austauschen kann und immer mal wieder gute Tipps erhält. 

Ein junger Hovawart ist eben noch kein Will-to-please-Hund! 

 

 


 

Geld und Verein – da hört die Liebe auf? 

 

Nein, denn ein Hund kostet Geld, egal woher er kommt und wie er gehalten wird.

 

Der Anschaffungspreis eines FCI-Hovawarts ist in der Regel der geringste Betrag im Leben eines Hundes.

 

Der Jahresbeitrag im Verein ebenso.

Für einen Jahresbeitrag kann ich einen Hund über einen Monat mit angemessener Nahrung und sonstigem Bedarf versorgen! 

 

 

 

Mitten in der Zucht 

 

Und dann wurde Yaspar Deckrüde. Nicht weil wir unbedingt wollten, aber wir wurden viele Male angesprochen, von Richtern, von Züchtern und von Zuchtwarten. 

 

 

 

Und nochmal Zucht

 

Phila besteht ihre Zuchtzulassungs-prüfung und wird unsere erste Zuchthündin in der HZD. 

 

Wir sind nicht wegen der Zucht in den Verein eingetreten, das kam irgendwie von allein. 

 

Wir sind auch nicht nur aus Dankbarkeit im Verein geblieben, sondern aus Überzeugung, uns für diese tolle Rasse und ihre Zucht auch einzusetzen. 


 

 

Vereinsmeierei?

 

 

 

In der HZD arbeiten wir mit Hovawartfreunden zusammen, die so unterschiedlich sind wie die Menschen an sich -  wie in unserem Ort, wie die Kollegen bei der Arbeit, wie wir alle sind.

 

Wir kennen nicht alle Mitglieder, sind auch nicht mit allen befreundet, aber wir sind dankbar und genügend sozialisiert, unsere Beiträge konstruktiv und respektvoll zu vermitteln, damit unsere Gemeinschaft erhalten bleibt. 

 

Hovawartzucht in unserem Verein macht keinen Züchter reich an Geld, denn wir züchten aus Überzeugung an der Rasse als, als Hobby, aus Leidenschaft. Reich werden wir eher an Freude über unsere Hovawarte, insbesondere an der Vorfreude und Freude an unseren Vorbereitungen zum ersten Wurf. 

 

Und trotzdem kostet ein Hovawart wie auch seine Zucht Geld: Wir strecken es vor und Sie geben es uns gegen einen Welpen zurück.

 

Ansonsten müssten Sie selber züchten.

 

Aber warum eigentlich nicht?

Vielleicht später einmal?

Aber dann bitten einem seriösen, FCI-kontrollierten Verein! 

 

 

 

Meiereien gibt es übrigens überall in Deutschland, Europa und anderswo. In derselben Art. 

 

Züchten in der HZD


 

 

Zucht auf Gesundheit

 

Der Hovawart ist gut gebaut, sieht schön, kraftvoll und gesund aus.

Kontrolle jedoch und Beweise für seine Gesundheit sind besser - für ihn und die Zucht. 

 

Die in der HZD notwendigen Gesundheitsvorsorgen für Zuchthunde sind allesamt als spätere Krankheit lange Jahre nicht sichtbar, denn die meisten treten nicht im Welpen- oder Junghundealter auf. 

 

Der Hovawart gehört zu den gesündesten Hunderassen, denn alle drei VDH-Hovawart-Zuchtvereine haben systematische und verpflichtende Gesundheitsuntersuchungen eingeführt. So wird die Zucht kontrolliert und das Ergebnis nachgewiesen. 

 

 

HD - Hüftgelenksdysplasie

 

 

Verpflichende HD-Röntgenkontrollen sind in der Zucht von größeren Hunden nahezu überall üblich, denn die Hüftgelenksdysplasie ist eine zu etwa 20 % erbliche und die Beweglichkeit sehr belastende Skeletterkrankung, die nur in schwerer Ausprägung früh erkannt werden kann. Seit Jahrzehnten ist eine einwandfreie Hüfte als Bestandteil der Zuchtzulassung erforderlich.

 

Durch einen Wechsel des Gutachters und die damit einhergehende verfeinerte Mess- und Bewertungsmethode sind die HD-Werte zwar nach außen hin leicht „gesunken", liegen aber dennoch im Bereich A1(frei) bis C (leichtgradig). Die wichtigsten Ursachen der HD liegen in den Erbanlagen. Beide meiner vorherigen „Nicht-VDH-Hunde" waren HD-belastet (D und E). 

 

Die HZD erlaubt nur Verpaarungen von Hunden mit HD-B-Hüften, wenn der Partner A-Hüften besitzt. Hunde mit C-Hüften werden nicht zur Zucht zugelassen. 

 

Mehr zum Thema HD 

 

 

 

DM - Degenerarive Myelopathie

 

DM ist eine schleichende Lähmungserkrankung meist ab dem 8./9. Lebensjahr, die zu nachschleifenden Hinterläufen führt und sich von hinten nach vorne ausbreitet. Es gibt keine Heilung. 

 

Eine Blutuntersuchung ist verpflichtend für die Zuchtzulassung. Es werden nur Verpaarungen zugelassen, in denen ein Partner frei von Merkmalsträgern ist (N/N), wenn der andere mit einem oder beiden Genen belastet ist. Aufgrund der Verantwortung gegenüber der Zuchtbasis werden auch Doppelgenträger in der Zucht belassen, aber nur mit freien Merkmalsträgern verpaart, so dass keine doppelten Merkmalsträger entstehen können. 

 

Die VDH-Vorgaben werden durch die HZD nach Bedarf und Notwendigkeit ergänzt und von Zeit zu Zeit neu beraten und ggf. von den Delegierten der Regionalgruppen beschlossen.

 

So wurde in 2017 die verpflichtende Gen-Untersuchung auf Degenerative Myelophathie (DM) beschlossen. Untersucht wird das Gen SOD1-Exon 2. Die HZD ist der einzige Hovawartzuchtverein im VHD, der den Gen-Test bislang verpflichtend als Zuchtzulassung eingeführt hat. Er hat den Mut gehabt, eine weitere, die Zuchtbasis einschränkende Maßnahme einzuführen. Aber die Zuchtbasis ist innerhalb der gesamten FCI offen, also auch für die HZD. Das internationale Potenzial ist groß, so dass es letztendlich nur weitere Strecken und Kosten für den Züchter zum Deckrüden bedeutet. 

 

Mehr zum Thema Degenerative Myelopathie

 

 

 

SDU - Schilddrüsenunterfunktion 

 

Als einziger VDH-Hovawart-Zuchtverein führte die HZD vor einigen Jahren die für alle Zuchttiere verpflichtende Untersuchung der Schilddrüse ein, um eine SDU (Schilddrüsenunterfunktion) rechtzeitig zu erkennen und behandeln zu lassen, die erkrankten Tiere jedoch aus der Zucht zu nehmen, denn es ist mit einer Erblichkeit zu rechnen. 

Die SDU als Autoimmunerkrankung entwickelt sich meist langsam. Sicht- und spürbare Erscheinungsbilder wie stumpfes, loses Fell mit viel Haarausfall bis zu felllosen Stellen besonders an der Rute, psychisches Leiden der Tiere, auch nicht erklärbare Aggression etc. entwickeln sich meist erst später, wenn die Tiere bereits Nachkommen hatten. So wurde dieser Test verbindlich als weitere Bedingung zur Zuchtzulassung eingeführt. 

 

Über die Erblichkeit von Autoimmunerkrankungen, auch im Bereich SDU gibt es neuere Ansätze, die epigenetische Zusammenhänge vermuten lassen. 

 

Im Schweizer Hovawartclub nimmt die SDU mit 64 registrierten Tieren den 1. Platz vor DM (60), Lebershunt (18) und Sebadentis (16) Fällen ein. 

 

Mehr zum Thema Hypothyreose

 

 

Fazit: 

 

Aus den oben angeführten Gründen ist uns Gesundheit das wichtigste Zuchtziel:

Lebensfreude pur, Spaß bis zum Abwinken,

ungehinderte Bewegungsfreiheit, um das Leben zu leben - denn wir haben alle nur ein einziges zur Verfügung -  zum Genießen für uns und unsere Hunde und zur Wahrnehmung unserer Verantwortung ihnen gegenüber. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zucht auf Gesundheit im Rassestandard

 

Viele, in anderen Rassen verbreitete Zuchtkrankheiten treten beim Hovawart quasi gar nicht auf, weil bei der Zucht dieser Rasse auf jegliche Übertreibung von vornherein verzichtet wurde: normaler Schädel, normale Augen, normale Ohren, normale Beinlänge, leicht gestreckt im Rücken, die Augenlieder liegen dicht an, der Rücken ist fest und gerade, die Hinterläufe sind kräftig und von hinten gesehen senkrecht gestellt. Die Hinterhand ist gut gewinkelt etc, siehe Rassestandard.

 

Das Bindegewebe ist in der Regel fest, also liegen die Lefzen weitgehend an, so dass der Hovawart in der Regel nicht „sabbert". Das Fell ist grannig, d.h. langes Deckhaar, pflegeleicht und in der Regel mit wenig Unterwolle, trocknet schnell ab und lässt sich in der Regel leicht bürsten. Es ist wetterfest, lang bis mittellang und glänzend. Ausnahmen hiervon haben wiederum andere Vorzüge, die auch wichtig in der Zucht sind.

 

Das gesamte Gebäude des Hovawarts ist auf ein lockeres und leichtfüßiges Gangwerk ausgerichtet, wie unten bei Phila auf dem Foto. 

 

 

 

Der Gesundheit wird in der HZD-Zucht durch eine sorgfältige „Gesundheitsbuchführung" Rechnung getragen.

 

Die Daten dafür stammen aus den Zuchtveranstaltungen, an denen jeder HZD-Hovawart vom Welpen bis zum Senior teilnehmen kann und eigentlich auch gerne sollte und den Pflichtuntersuchungen zur Gesundheit.

 

4 bis 5 verschiedene Zuchtprüfungen in unterschiedlichen Altersklassen durchläuft ein Hovawart, bis er zur Zucht zugelassen werden kann:  Wurfbesichtigung, Wurfabnahme, Verhalten II (freiwillig), Verhalten III und Körung). Auch eine Veteranenkörung bietet die HZD an für Hovis ab 8 Jahren, an der auch Yaspar mit Begeisterung teilgenommen hat. 

 

Kann man mehr für die Gesundheit einer Rasse tun? Ja! 

  • Es liegt an jedem Besitzer eines HZD-Hovawarts, bekannte und attestierte Gesundheitsdaten an die Zuchtbuchstelle weiterzugeben.
  • Jeder Hovawartbesitzer kann entscheiden, welche freiwilligen, aber empfohlenen Untersuchung er durchführen lässt: ED (Ellenbogendysplasie), Herzuntersuchung, Augenuntersuchung, jährlicher Blutcheck etc. und die Daten der Zuchtbuchstelle übermitteln.
  • Indem jeder HZD-Hovawartbesitzer den Gesundheitsfragebogen ausfüllt und ihn der Zuchtbuchstelle vermittelt. 

 

Mehr zum Gesundheitsfragebogen: www.hovawarte.com/zucht/gesundheit

 

 

Fit bis uns hohe Alter: Auf diesem Foto ist Yaspar 5 Jahre alt, auf dem folgenden 11 Jahre.  

 

Er ist auch heute mit 11,5 Jahren fit im Kopf und Körper. Wir wünschen uns, dass Phila ihn auch weiterhin so animiert,  ihn dadurch fröhlich und beweglich in Kopf und Körper hält. 

 

Lebenslange jährliche tierärztliche Gesundheitskontrollen, zusätzlich ein geriatrisches Profil, seine Laune, sein Fell, Beweglichkeit und Bewegungsfreude, Anteilnahme am täglichen Leben wie auch normale Berührungsreize zeigen an, dass er fit und gesund ist. So darf es gerne noch lange bleiben. Wir sorgen nach unseren Möglichkeiten dafür. Besonders hat uns gefreut, dass ihm die Richterin Rosi Neuwardt im Herbst 2018 noch sein "komplettes, gepflegtes Scherengebiss" bescheinigt hat! Blitzblank und weiß sind sie auch heute noch. Erbliche Anlage und gute Ernährung machen es möglich. Am Letzteren haben wir nie gespart! 

 

Hohe Sprünge sind allerdings out! Die langen Sprünge sind sowieso besser. 

 

Besonders freuen wir uns, dass die Welpen auch einen Senioren als Spielpartner und Erzieher erleben dürfen. 

 


Kontakt

siehe Kontaktformuar

 

Links

  • Links zu privaten Homepages 
  • Wissenswertes zur Hovawartzucht