Unser Zuchtziel 

Diese Seite könnte sehr kurz werden, denn wir haben nur ein einziges Ziel:

 

Unsere Welpen sollen ein gesundes, fröhliches und der Rasse entsprechendes vielseitiges Leben in ihrer Familie und der Gesellschaft leben können. 

 

Was allerdings dazu gehört, ist dass unsere Welpen nicht nur dem Rassestandard entsprechen, sondern auch einen Beitrag dazu leisten, die Rasse zu verbessern - in Hinsicht auf Wesen, Gesundheit und Langlebigkeit. 

 

Kurz? Nein ganz so kurz wird diese Seite nicht! Wir starten dennoch einen Versuch: 

 

 

 

 

Um unser  Ziel zu erreichen, gehören folgende Voraussetzungen dazu, aber nicht nach Priorität geordnet, sondern als Gesamtpaket: In erster Linie die seelische, körperliche und geistige Ausgeglichenheit und Unversehrtheit aller Beteiligten. Speziell sind zu nennen: 

  • Ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Tier
  • Liebe zu den Tieren
  • Verantwortungsbewusstsein aller Beteiligten
  • emotionale Stabilität
  • gute, vorbereitende Prägung der Zuchttiere
  • eine anregende und fördernde Aufzucht durch Züchter wie auch Welpenkäufer 
  • Einhaltung des FCI-Rassestandards
  • Einhaltung der gesundheitlichen Zuchtvoraussetzungen
  • Wahrnehmung gesundheitlicher Zusatzuntersuchungen im Zweifelsfall
  • optimaler Gesundheitszustand der Elterntiere
  • ausgezeichnete Fitness der Elterntiere 
  • Die genetische „Passform" beider Elterntiere
  • Die Minimierung eines möglichen Risikos erbbedingter Erkrankungen nach wissenschaftlich aktuellem Stand und Datenlage der Gesundheitsdatenbank 
  • Freundlichkeit und  Ausgeglichenheit sowie rassetypische Haltung 
  • Psychisch und physisch stabiler Zustand der Elterntiere
  • Konstante soziale Einbindung in das normale Familienleben, also keine Zwinger- oder Außenunterbringung!
  • Die Aufzucht lässt sich in emotionaler, sozialer und hygienischer Hinsicht an den heutigen Maßstäben kynologischer Erkennisse messen
  • Versorgung der Welpen mit vorzüglicher und vielseitiger Nahrung
  • Angemessene Aktivitäten und anregende Beschäftigungsmöglichkeiten während der Aufzucht
  • Frühe und umfangreiche Prägung als Familienhund
  • Viel Zeit und Zuwendung des Züchters 
  • Umfangreiche Kenntnisse des Züchters
  • Qualifizierung des Züchters 
  • Weiterbildung des Züchters
  • Guter Kontakt und Vertrauen zwischen Züchter und Welpenkäufer u.a.m. 

 

 

Diese Liste ist eigentlich noch viel länger, denn hierin sind noch nicht die gesamten Vorbereitungen inbegriffen, die seitens unseres Zuchtvereins auf einen Züchter und sein Zuchttier zukommen. Und damit ist nicht nur die Verwaltung gemeint! 

 

Doch zuallererst gehört jedoch ein viel versprechender Welpe dazu, der alle Stadien seiner Zuchtvorbereitungen durchläuft. 

 

Und nun bedenken Sie bitte: 

 

Wenn wir als Züchter unsere Welpen in „gute Hände" geben wollen, wie müssten diese „guten Hände“ aussehen? 

Schauen Sie mal unter dem Link „ Liebe Interessenten" nach. 

Gesundheitsziele

 

Was nutzt die beste Gesundheit, die beste Voraussetzung des Welpen, wenn das Familienleben beim Züchter oder neuen Besitzer keine Entspannung ermöglicht? 

 

Was nutzt der entspannteste, hübscheste und tollste Welpe, wenn die Gesundheit kurz-, mittel- und langfristig nicht stimmt? 

 

Wir verzichten in der Zuchtplanung zielgerichtet auf Gene, die wegen erblicher Krankheiten ungewünscht sind. Wir wollen aber diejenigen Gene erhalten und weitergeben, die für die Rasse und die erwünschten Wesensanlagen wichtig sind, damit aus dem Welpen ein stabiler Hovawart werden kann!  

 

Genau hierin aber liegt die Kunst der Zucht,nämlich das Wissen über diese Krankheiten einzubeziehen, ohne gleichzeitig auf die erwünschten Anlagen zu verzichten. 

  

 

 

Der Mensch hat es in der Hand:

Chancen und Grenzen der Zucht

 

 

Die Zuchtdatenbank Chromosoft unserer HZD ist eine über viele Jahrzehnte dokumentierte und elektronisch erfasste Datensammlung aller Tiere, die von den Anfängen bis heute gezüchtet wurden. 

 

Sie enthält daneben auch die von Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern gemeldeten Gesundheitsdaten ihrer Hovawarte sowie die auf HZD-Basis erfolgten Pflichtuntersuchungen. Die Datenbank ist Züchtern in Zusammenarbeit mit ihren Zuchtwarten zugänglich und unentbehrlich für die Zuchtplanung. 

 

In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass wissenschaftliche Forschungen im Laufe der vielen Jahrzehnte einen gewissen Zugewinn an Kenntnissen für die Zucht erbracht haben. Ein Beispiel: Früher hieß eine Krankheit, die vielerlei Ursachen hatte, „Hinterhandschwäche". Also solche ist sie auch in der Zuchtdatenbank in der Vergangenheit verzeichnet worden. Seit rund 2010 wissen wir, dass eine dieser Ursachen Degenerative Myelopathie(kurz DM) heißt, erblich ist und somit für die Zucht ein wesentlicher Faktor ist. 

 

DM wird in der HZD seit 2017 als Faktor der Zuchtplanung verbindlich einbezogen, d.h. es gibt eine genetische Pflichtuntersuchung aller zur Zucht verwendeten Tiere, damit sie sich nur kontrolliert weiter vererben kann, um sehr langfristig nur noch DM-genfreie Tiere zu züchten.

 

 

Dieses Gen ist jedoch nicht isoliert zu betrachten, denn es ist unter Umständen an andere Gene gekoppelt, die in der Zucht durchaus erwünscht sein können. Das Wissen hierüber ist hingegen noch nicht vorhanden. 

 

Letztendlich heißt das, wir können nur so sicher züchten, wie es die Wissenschaft hergibt, schließen jedoch Hochrisiken aus, auch in anderen Gesundheitsfragen. 

 

 

Theorie und Praxis

 

Wir persönlich wollen darüber hinaus auch die Persönlichkeit des Paarungsparters und seine Lebensumstände miteinbeziehen. Wir wollen den Deckrüden live kennen und erleben, nicht nur in der Datenbank, denn das Leben mit seinen Erlebnissen prägt auch seine Gene, so der heutige Stand der Forschung in der Epigenetik. 

 

Unseren Deckrüden für Philas ersten Wurf sowie seine Familie kennen wir schon lange. Wir wissen, dass die Familie miteinander harmoniert und der Rüde fröhlich, in sich ruhend und ausgeglichen ist - wie seine Menschen. Wir wissen, dass es Mensch und Hund gut geht und sie gemeinsam eine harmonische Familie bilden.

 

Wir sind überzeugt auch in diesem Aspekt eine sichere Wahl getroffen und damit ein gutes Gleichgewicht zwischen Risiken und Zielen hergestellt zu haben. Wenn es Sie näher interessiert, welche Erlebnisse unsere Gene verändern, sozusagen aktualisieren, lesen Sie sich unter den unten angegebenen Literaturangaben schlau.  

 

  

 

Gene sind keine Autisten, sondern richten ihre Arbeitsweise fortwährend nach Signalen, die sie aus der Umwelt erhalten. Umwelterfahrungen und Lebensstile können nicht nur unser eigenes Schicksal, sondern sogar das unserer Kinder beeinflussen. Der Grund: Sie hinterlassen in unserem Erbgut einen Fingerabdruck, der langfristige Folgen für unsere seelische und körperliche Gesundheit haben kann. Sporks Buch erklärt, worum es sich bei diesem ‘Fingerabdruck’ handelt.”  
Prof. Joachim Bauer, Psychologie Heute

 

 

 

 

Literatur zum Vertiefen: 

 

Peter Spork

Der zweite Code. 

Epigenetik oder wie wir unser Erbgut steuern können.

rororo 2009 

 

oder auf der Internetseite: 

 

http://www.peter-spork.de/66-0-Der-zweite-Code.html

 

 

Weitere Literatur:

Inge Hansen

Vererbung beim Hund

Müller Rüschlikon 2018

 

Über die wissenschaftlichen Grundlagen der Vererbung: 

 

Irene Sommerfeld-Stur

Rassehundezucht

 

Müller Rüschlikon 2016

 

 

Kontakt

siehe Kontaktformuar

 

Links

  • Links zu privaten Homepages 
  • Wissenswertes zur Hovawartzucht